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88 neue Bäume für Stadt und Dörfer

Jüterbog 88 neue Bäume für Stadt und Dörfer

Wie groß die Schäden am Jüterboger Baumbestand sind, macht das derzeit entstehende Baumkataster sichtbar. Nun lässt die Stadt neue Bäume pflanzen. Das Geld dafür stammt aus angesparten Ersatzzahlungen von Bauherren.

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Auch die Bülowstraße bekommt neues Grün.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Insgesamt 88 Laubbäume werden in den kommenden Wochen in Jüterbog und seinen Ortsteilen Neuheim, Grüna, Werder, Neuhof und Fröhden gepflanzt. Möglich macht dies eine Zuwendung des Landkreises, die die Stadt bereits im vergangenen Jahr beantragt hatte.

Insgesamt 189 000 Euro sind im laufenden Jahr seitens der Kommune für Baumpflegearbeiten vorgesehen, was der Erkenntnis geschuldet ist, dass dringender Handlungsbedarf besteht. 62 000 Euro waren es 2015, 140 000 Euro im vergangenen Jahr.

Baumkataster offenbart Gesundheitszustand der Bäume

Sichtbar wurde das tatsächliche Ausmaß der Schäden und der erforderlichen Nachpflanzungen vor allem durch die im Frühjahr 2016 begonnene Erstellung eines Baumkatasters, das bereits im Herbst abgeschlossen sein sollte, aber derzeit noch immer in Arbeit ist. Totholz aus 650 Bäumen wurde bislang entfernt, an 150 weiteren Bäumen waren größere Kronenpflegearbeiten erforderlich.

„Bevor man anfängt, weiß keiner, was auf einen zukommt“, sagt Bauhof-Chef Heiko Ratsch, „ein Baumkataster hatten wir noch nie, sodass wir voll bei Null anfangen müssen.“ Wichtig sei ein solches Kataster nicht zuletzt aus versicherungstechnischen Gründen, da sich im Schadensfall ermitteln lässt, ob die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen ist.

76 000 Euro aus Ersatzzahlungen von Bauprojekten

Umso willkommener war das Angebot des Kreisumweltamtes, dass Ersatzzahlungen, die geleistet worden sind, weil Ausgleichspflanzungen für Fällungen oder Baumaßnahmen nicht geleistet wurden, dorthin zurückfließen, wo das Geld eingenommen wurde. Im Jüterboger Bereich haben sich die geleisteten Zahlungen im Laufe der zurückliegenden Jahre auf stolze 76 000 Euro summiert, die nun der Stadt für die geplanten Neupflanzungen zur Verfügung gestellt werden. Hätte die Stadt eine eigene Baumschutzsatzung, könnte sie fällige Ersatzzahlungen auch ohne Umweg direkt kassieren, wie Umweltamtsleiter Manfred Fechner mitteilt.

Sobald der Frost aus dem Boden gewichen ist, soll es mit dem Pflanzen losgehen. Als innerstädtische Standorte für Berg- und Spitz- und Herbst-Flammenahorne, resistente Ulmen, Silberweiden und diverse Obstbäume sind die Bülowstraße, der Kempff-Weg und der Sportplatz am Rohrteich vorgesehen.

Von Uwe Klemens

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