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90 Jahre Kleingartenanlage „Zur Mühle“

Vereinsleben 90 Jahre Kleingartenanlage „Zur Mühle“

Die Luckenwalder Kleingartenanlage „Zur Mühle“ besteht seit 90 Jahren. Es ist eine der wenigen Anlagen in der Stadt, die über eine Gaststätte verfügen. Diese wird zwar nicht mehr öffentlich betrieben aber gefeiert wird dort noch immer gern.

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Eckhardt Lilienthal (2.v.r.) mit den Geehrten.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Die Kleingartenanlage „Zur Mühle“ in Luckenwalde besteht seit 90 Jahren. Das wurde am Sonnabend gefeiert. Eckhardt Lilienthal, der Vorsitzende der Kleingartenanlage, hatte dazu für eine Ausstellung alte Dokumente zusammengetragen, die er seit 20 Jahren hütet wie einen Schatz. Dazu gehören alte Satzungen, Kassenbücher, die Gartenordnung, ein Mitgliederausweis von 1937, sowie Fotos und ein Zeitungsartikel von 1954, in dem über die Fertigstellung des Kulturhauses „Kolonie zur Mühle“ berichtet wird.

Darin steht, dass sich die Laubenpieper nach Feierabend mit Spaten, Meißel, Kelle und Hammer trafen, um ein Vereinshaus zu bauen. Oft fehlte zwar Material, aber immer wieder fand sich ein Weg, um den Bau fortzusetzen. Wer nicht mithelfen konnte, zahlte freiwillig einen Geldbetrag als Spende. 1977 wurde für das Kulturhaus eine Schankgenehmigung ausgestellt. Seitdem kannte wohl jeder Luckenwalder die Mühle.

Sparten-Name bleibt ein Rätsel

Wie der Name zustande kam, können sich die Kleingärtner nicht erklären. Auch Ortschronist Dietrich Maetz hat in seinen Unterlagen keinen Hinweis zu einer Mühle an dem Standort finden können. „Es gab in Luckenwalde einst 16 Windmühlen und eine Wassermühle, aber die flache Landschaft lässt dort nicht auf den Betrieb einer Mühle schließen“, so Maetz.

Den Kleingärtnern war das am Sonnabend aber egal. Sie sind froh, dass zu ihrer Anlage eine Gaststätte gehört, in der es sich gut feiern lässt und dass ihr Vorsitzender Eckhardt Lilienthal in den vergangenen 20 Jahren keine Mühen gescheut hat, ein Schmuckstück daraus zu machen. Der Fußboden wurde erneuert, Küche und Sanitäreinrichtung auf Vordermann gebr

Immer Dienstags gab es eine Kartoffelkäfersuchaktion

Der Kreisvorsitzende des Kleingartenverbandes, Werner Fränkler, gehörte ebenfalls zu den Gästen. „Wir haben ja einige Anlagen in der Stadt, die schon seit Jahrzehnten bestehen. Die älteste ist die Gartenanlage Erholung mit 105 Jahren und Ihr reiht Euch jetzt in die Schar der Jubilare mit ein. Ich habe eine kleine Gartenrunde gemacht und festgestellt, dass Eure Gärten top aussehen“, lobte Fränkler. Mit Kennerblick hatte er gesehen, dass viele in ihren kleine Parzellen Kartoffeln angebaut haben. „Aber aufpassen wegen der Kartoffelkäfer“, fügte er hinzu.

Dieses Problem wurde bereits 1951 bei der Jahreshauptversammlung angesprochen. In den alten Unterlagen ist zu lesen, dass jeden Dienstag eine Kartoffelkäfersuchaktion durchgeführt werden musste, um der Plagegeister Herr zu werden. Einige Probleme sind geblieben, anderes hat sich verändert. So ist etwa die Pacht gestiegen. Die betrug ehemals fünf Reichsmark, die in zwei Raten gezahlt werden mussten. Heute beträgt sie im Schnitt knapp 100 Euro. In der Kleingartenanlage „Zur Mühle“ mit 48 Gärten gibt es trotzdem momentan keinen Leerstand.

Eckhardt Lilienthal dankte bei der Feier Schatzmeisterin Sigrid Zangel, Vorstandsmitglied Gerd Haase, Schriftführer Frank Noack und Entertainerin Gerda Krebs für ihr jahrelanges Engagement.

Von Margrit Hahn

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