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Teltow-Fläming ADAC kritisiert Autobahnbaustelle
Lokales Teltow-Fläming ADAC kritisiert Autobahnbaustelle
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01:15 16.07.2018
Der ADAC kritisiert, dass oft viele Kilometer Baustelle, wie hier auf der A10 bei Ludwigsfelde, unnötig abgesperrt werden. Quelle: Foto: Jonas Nayda
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Ludwigsfelde

Auf dem südlichen Berliner Ring herrscht seit Wochen Verkehrschaos und eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Vor allem bei der Baustelle zwischen Ludwigsfelde und Rangsdorf staut es sich beinahe täglich, immer wieder kommt es dabei auch zu Auffahrunfällen (MAZ berichtete). Der ADAC kritisiert den Landesbetrieb Straßenwesen, viele Baustellen müssten nicht so lang sein und könnten schneller fertig werden, wenn anders gearbeitet werden würde.

Sperrung bis 10. August

Seit dem 24. Mai wird die Fahrbahn der A10 bei Ludwigsfelde Richtung Osten saniert. Über fünf Millionen Euro kostet das Bauvorhaben. Auf mehr als elf Kilometern wird der Verkehr in beide Richtungen zweispurig auf einer Richtungsfahrbahn an der Baustelle vorbeigeleitet. Die Anschlussstelle Genshagen in Richtung Schönefelder Kreuz ist gesperrt. Am 10. August soll die gesamte Strecke wieder freigegeben werden.

Die Fahrbahnerneuerung der A10 bei Genshagen ist eine von derzeit 26 Baustellen im Dahmeland-Fläming. Quelle: Jonas Nayda

Laut Jörg Becker, Verkehrsexperte des ADAC für den Raum Berlin/Brandenburg hätte die Bauzeit verkürzt werden können, indem auch an Wochenenden und im Dreischicht-System gearbeitet wird. Außerdem ließen sich lange Bauabschnitte vermeiden, wenn nur direkt an der Stelle abgesperrt wird, an der gebaut wird. „Lange und enge Baustellen bergen immer eine erhöhte Unfallgefahr“, erklärt Becker.

Ärger über lange Baustellen

Vor allem in den sozialen Netzwerken regen sich Autofahrer immer wieder darüber auf, dass an Autobahnbaustellen selten Bauarbeiter zu sehen sind und viele Kilometer abgesperrt werden, obwohl dort nicht gebaut wird.

Nachtschichten verboten

Auf Nachfrage beim Landesbetrieb Straßenwesen erklärt Sprecherin Cornelia Mitschka, dass auf der Autobahnbaustelle bei Ludwigsfelde zwar verlängerte Tagschichten zugelassen seien, Arbeit über 24 Stunden allerdings nicht. Jedoch sei „je nach Stand des Baufortschritts“ und bei bestimmten Arbeitsschritten wie etwa dem Betoneinbau auch Wochenendarbeit nicht ausgeschlossen.

„Natürlich wäre eine Art Wanderbaustelle möglich. Das würde aber weder der Beschleunigung der Bauarbeiten, noch der Verkehrssicherheit dienen“, sagt Mitschka. Aufwand und Nutzen müssten immer ins Verhältnis gesetzt werden. Der Verkehr werde immer dann am meisten beeinträchtigt, wenn die Baustelle auf- und abgebaut wird. Eine Wanderbaustelle hätte außerdem zur Folge, dass die Technik der Baufirmen weniger flexibel eingesetzt werden könne. Dadurch verlängere sich die Bauzeit eher noch weiter nach hinten. „Aus heutiger Sicht ist der Fertigstellungstermin am 10. August nicht gefährdet“, versichert Mitschka.

Von Jonas Nayda

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