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Teltow-Fläming Abend mit Märchen und Magie
Lokales Teltow-Fläming Abend mit Märchen und Magie
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00:22 28.10.2015
Josephine (5) war als waschechte Hexe verkleidet. Quelle: Elinor Wenke
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Woltersdorf

Magisch, gruselig und märchenhaft ging es am Sonnabend auf dem Areal rund um die Walkmühle in Woltersdorf zu. Der Verein Walkmühle und der Bereich Luba-Aktiv hatten zum 6. Hexenabend eingeladen. Schon von weitem wurden die Besucher auf das Spektakel eingestimmt. Weiße Geistergewänder schwebten in den Bäumen, Laternen und Lichter säumten den Weg, am offenen Feuer wurde Stockbrot gebacken und ab und zu zischten seltsame Geräusche oder Hexenbesen durch die Dunkelheit.

Vier Knirpse aus der Kita „Nuthewichtel“ präsentierten sich als Breakdancer und Musikband. „Mit der Kita haben wir einen Kooperationsvertrag“, sagte Luba- und Walkmühlen-Vereinschef Jörg Kräker, „einmal im Monat kommen die Kinder zum Spieletag in die Walkmühle, heute bedanken sie sich mit ihren Vorführungen.“ Als Ballett-Models ertanzten sich die Woltersdorfer Mädchen vom „Dance Express“ den Applaus des Publikums.

Zauberer Lars ließ Kaninchen verschwinden, Zitronen aus dem Ärmel wachsen und aus allerlei Zutaten in Windeseile frisch gebackene Kekse entstehen. Besucherin Leonie durfte ihm assistieren.

Bernd Schmidl und Helma Lange vom Verein Walkmühle präsentierten ihre beliebte Krach- und Peng-Show. Mit den Kindern ließen die Technik-Freaks ein Blitzgewitter entfachen, erzeugten selbst Strom für eine Lampe oder Klingel und ließen allerlei Geräusche entstehen. „Verblüffend ist auch, wie man ein elektrisches Licht auspusten kann“, sagte Helma Lange. Sabine und Wolfgang Seifert aus Woltersdorf hatten ihren Enkel Vincent (6), ein Ferienkind aus Werder/Havel, mitgebracht. Nach einem Stockbrot-Imbiss schnitzte sich Vincent unter Anleitung ein Kürbisgesicht, das er zum Schluss mitnehmen durfte. Auch dem fünfjährigen Fabian hatte es die Kürbisschnitzerei angetan. Er war mit seinem Vater Gregor Bernhardt aus Schönhagen gekommen und wurde beim Schnitzen von Vereinsmitglied Steffi Kräker unterstützt. „Man kann basteln oder schnitzen und jedes Kürbisgesicht sieht zum Schluss anders aus“, sagte sie.

Nach Einbruch der Dunkelheit ging es auf eine Nachtwanderung zum Wolf. Goldene Taler wiesen unterwegs den Weg. „Unsere Wanderung steht unter dem Motto ,Rotkäppchen lügt’“, sagte Jörg Kräker, „wir wollen das Märchen vom bösen und gefährlichen Wolf entkräften und Verständnis und Toleranz gegenüber dem Tier wecken, das sich inzwischen wieder in unserem Land ausbreitet.“ Mit Fackeln und Laternen ging es auf Pirsch. Kräker versicherte den Kindern, dass sie keine Angst haben müssen – und so ganz echt war der Wolf unterwegs dann auch nicht.

Von Elinor Wenke

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