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Teltow-Fläming „Abenteuer ohne Anstrengung“
Lokales Teltow-Fläming „Abenteuer ohne Anstrengung“
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00:17 12.04.2017
Malerisch: Eine Scheune bei Schlenzer, die an der Strecke der MAZ-Osterwanderung liegt. Quelle: Angela Rändel
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Schlenzer

Gutes Wetter ist bestellt. Die Veranstalter sitzen schon in den Startlöchern. Die diesjährige MAZ-Osterwanderung rund um Schlenzer wird von einer grazilen Person angeführt, der Wanderleiterin Cornelia Korb aus Hohenahlsdorf.

Die Osterwanderung führt durch die Höllenberge. Wird das ein diabolisches Vergnügen oder eher teuflische Strapaze?

Es wird ein Abenteuer ohne Anstrengung, wir befinden uns ja nicht im Gebirge. Der diesjährige Rundweg ist einer der schönsten, die ich kenne. Für Abwechslung sorgen allein schon die Höhenunterschiede. Vom Mühlberg kann man weit in den Fläming schauen, in eine Region mit ganz besonderen Reizen.

Die da wären?

Die Landschaft hat etwas sehr Harmonisches. Sanfte Hügel wechseln sich ab mit leuchtenden Rapsfeldern und tiefen Wäldern. Wer wie ich hier aufgewachsen ist, verliert schnell den Sinn für eine Schönheit, die selbstverständlich scheint. Durch meine Wanderungen jedoch wuchs mein Stolz darauf, hier leben zu dürfen.

Wie kamen Sie zum Wandern?

An den MAZ-Osterwanderungen nahm meine Familie schon teil, als unsere Kinder noch klein waren. Inzwischen bin ich mehrfache Großmutter. 2012 fand der bundesweite Deutsche Wandertag erstmals im Fläming statt. Ich ließ mich im Vorfeld zur Wanderleiterin ausbilden. Das war eine sehr intensive, wohltuende Zeit, von der ich jetzt noch profitiere. Wir hatten exzellente Dozenten, deren Herz für den sanften Tourismus schlug und die uns von der Pike auf alles beibrachten: Angefangen vom Umgang mit Karte, Kompass und GPS-Gerät, über Streckenplanung, rechtliche Fragen bis zu zielgruppenorientierten Konzepten: Geocaching, Erlebnistouren, Gesundheitswandern.

Ihr Prüfungsthema waren damals die Brandenburger Alleen.

Sie entstanden im 18. Jahrhundert nicht etwa, weil sie so hübsch sind. Sie dienten der räumlichen Orientierung, für die es sonst nur Kirchtürme gab. Im Sommer spendeten sie Schatten, im Herbst schützten sie vor Wind und Regen. Und versorgten Reisende mit Obst als Proviant. Für meine Prüfung hab ich sogar gereimt: „Kastanie, Linde, Ahorn, Pappel, und ab und an auch mal ein Appel – all diese Bäume könnt Ihr seh’n in unseren Brandenburgischen Alleen.“

Welche wertvollen Erfahrungen machten Sie eigentlich selbst durch das Wandern?

Das Naturerleben zu Fuß ist die preiswerteste und risikoärmste Art, mich fit zu halten ohne Leistungsdruck. Gleichzeitig kann ich mentalen Ballast abwerfen. Mein Kopf wird frei von Terminen, Sorgen, Problemen. Stattdessen genieße ich mit allen Sinnen: Welche Düfte liegen im Wald? Welche Tiere kann ich hören? Wie fühlt sich weiches Moos an?

Bei der Romantik-Tour von Wiepersdorf zum Teehaus Ahlsdorf überraschten Sie die Besucher als durchgeknalltes Rotkäppchen. Es flezte mit Sonnenbrille in einem Liegestuhl und schien sich nur von Kuchen und Wein zu ernähren...

Ich habe die Wandergäste nach großen Ohren und Augen untersucht. Manch ein Wolf versteckt sich ja im Schafspelz. Ich denke einfach, dass Klamauk auch zum Wandern gehören kann. Diese Erlebnistour bot sich dafür an.

Was sollten die Besucher zur diesjährigen MAZ-Osterwanderung im Gepäck haben?

So wenig wie möglich. Für das leibliche Wohl an diesem Tag sorgen regionale Gastronomen und die Einwohner aus Schlenzer. Eine kleine Flasche Tee oder Wasser und eine leichte Regenjacke sind ausreichend. Spezielle Wanderschuhe sind nicht vonnöten, die Schuhe sollten nur bequem sein. Wem unterwegs im Wald der Hydrant platzt, sollte Toilettenpapier benutzen. Papiertaschentücher bauen sich erst nach Monaten ab.

Für wen ist die Strecke nicht geeignet?

Für Rollstuhlfahrer. Wir wandern ja auf naturbelassenen Wegen, die nicht barrierefrei sind. Ansonsten ist die Strecke für jeden ideal, auch für Familien. Wer glaubt, die zehn Kilometer nicht schaffen zu können, findet mehrere Möglichkeiten um abzukürzen.

Wie gehen Sie mit Gästen um, die vorauseilen, weil sie ungeduldig sind oder deren Schrittmaß einfach zu groß ist?

Ich lass sie ziehen. Jeder nach seiner Fasson. Mein eigenes Haustempo beeinflusst das nicht. Wichtig ist ja, dass jeder in seinem eigenen Rhythmus die Tour genießt. Wandern ist kein Wettbewerb.


Von Angela Rändel

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