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00:17 24.04.2017
Raoul Landjolbo Palai wurde abgeschoben. Quelle: Hahn Margrit
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Luckenwalde

Die Träume von Raoul Landjolbo Palai haben sich zerschlagen. Noch vor einem Jahr hatte der junge Mann aus Kamerun, der zuletzt in einem Luckenwalder Übergangswohnheim lebte, auf eine Bleibeperspektive in Deutschland gehofft. Doch er wurde abgeschoben.

„Ich denke gern an Deutschland zurück“, schreibt er in einer Mail an die MAZ. Von 2003 bis zum September 2016 lebte er in Deutschland. „Mir hat nicht gefallen, dass mir die Chance einer Ausbildung nicht gegeben wurde“, beklagt er. Gern würde er nach Deutschland zurückkehren. Doch diese Chance schätzt er als sehr gering ein.

Dabei hatte er eine Chance – und ärgert sich, dass er sie vertat und alles verlor, was er sich aufgebaut hatte. 2003 kam er aus Kamerun mit einem Studentenvisum nach Deutschland, um Medizin zu studieren. Vier Jahre später legte er den ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung an der Universität Würzburg ab. Er schloss das Studium aus finanziellen Gründen nicht ab, wie er sagt, weil er arbeiten musste, um für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Seine ans Studium gebundene Aufenthaltserlaubnis lief im Dezember 2013 ab. Er war ausreisepflichtig. Auch ein Antrag auf Asyl bewahrte ihn nicht davor.

Das Leben in seiner Heimat ist schwierig. „Meine Mutter hat zwei Kinder. Ich bin ihr erstes und ursprünglich ungewolltes Kind“, schreibt Raoul Landjolbo Palai. Seine Eltern haben nicht geheiratet. Die Mutter stammt aus einer anderen Kultur als der Vater. „Mein Vater hat sechs Kinder mit einer anderen Frau aus seinem Stamm“, erklärt er. Er wohnt und schläft bei der Mutter, die ihm sieben Euro in der Woche zur Verfügung stellt. Es herrscht Streit zwischen den Stämmen seines Vaters und seiner Mutter. „Ich hasse diese Abhängigkeit und möchte endlich wirtschaftlich unabhängig sein“, fügt der 35-Jährige hinzu. Seinem jüngeren Bruder erging es ähnlich. Auch er kam nach Deutschland, studierte Medizin, schloss das Studium nicht ab und wurde abgeschoben.

Von Margrit Hahn

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