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Teltow-Fläming Abgezapft
Lokales Teltow-Fläming Abgezapft
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00:17 09.01.2014
Schwester Ramona Umhauer betreut die Erst-Spenderin Julia Fanghähnel. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

„Angst habe ich nicht“, sagte Julia Fanghähnel aus Luckenwalde am Montag Nachmittag im Luckenwalder DRK-Haus des Ehrenamtes. Der Blutspendedienst hatte zum ersten Termin des Jahres eingeladen. Julia Fanghähnel war nicht nur die Erste in der Warteschlange; als 18-Jährige war sie auch Erst-Spenderin. Sie besucht die 12. Klasse des Friedrich-Gymnasiums und kam direkt nach dem Unterricht zur Blutspende. „Aus meiner Klasse spenden mehrere Schüler. Ich denke, man könnte selbst mal Blut brauchen und dann ist man vielleicht sauer, wenn nicht genügend da wäre“, sagte sie.

Luckenwalder sind bekanntermaßen eifrige Blutspender. „Wir haben hier immer sehr gut laufende Termine mit sehr netten Leuten“, sagte die leitende Schwester Ramona Umhauer. „Auf 80 bis 100 Spender sind wir immer vorbereitet.“

Auch am Montag herrschte Andrang. In den ersten 20 Minuten waren bereits 21 Kandidaten registriert. „Im Durchschnitt kommen 70 Spender, am 23. Dezember hatten wir mehr als 100“, bestätigte Frank Bormann an der Anmeldung. Am Montag zählte er insgesamt 102 Freiwillige, das bedeutet 51 Liter gespendetes Blut.

Zu den Ersten gehörte gestern auch Evelyn Hagen. Die 52-Jährige spendet seit zwei Jahren mit einer Pause im vergangenen Jahr. „Ein Kollege hatte mich darauf gebracht und ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr wieder regelmäßig zu kommen. Es ist ja für einen guten Zweck und dient der eigenen Gesundheit“, sagte sie.

Ein „alter Haase“ ist Jürgen Ro thert. Der 65-jährige Luckenwalder verzeichnete gestern seine 66.Blutspende. „Erstens tue ich was für meine Gesundheit und zweitens für ,Bedürftige’“, sagte er. „Angesichts der tausenden benötigten Blutkonserven ist es für einen gesunden Menschen schon fast eine Selbstverständlichkeit.“

Blutspende hat immer Saison“, sagte Kerstin Schweiger, Pressesprecherin des Blutspendedienstes Nord-Ost. „Nach den Weihnachtsfeiertagen ist der Bedarf an Blutkonserven erfahrungsgemäß hoch. Deshalb rufen wir alle gesunden Menschen auf, ihr Blut zu spenden, um damit anderen Menschen das Leben zu retten.“ Laut Schweiger nehmen die Krankenhäuser der Region um den 6. Januar ihren Normalbetrieb nach dem Jahreswechsel wieder auf, wodurch mehr Konserven als an den etwas ruhigeren Weihnachtstagen gebraucht werden.

Der Bedarf ist so gut wie gedeckt

Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost ist einer von bundesweit sechs Blutspendediensten. Er versorgt die Bundesländer Brandenburg, Berlin, Sachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Im Landkreis Teltow-Fläming wurden im vergangenen Jahr rund 10.000 Blutspenden registriert. Nach Angaben des Blutspendedienstes kommen alle Blut-Konserven den Patienten in der Region zugute.

Bei Berücksichtigung aller Kriterien für die Berechtigung zur Blutspende dürften in Deutschland 33 Prozent der Gesamtbevölkerung Blut spenden. Die Spendenbereitschaft liegt bundesweit bei drei Prozent, im Bereich Nordost zwischen drei und fünf Prozent.

Um den Bedarf an Blutkonserven zu decken, werden im Bereich des Blutspendedienstes Nord-Ost an jedem Werktag 2250 Blutspenden benötigt, deutschlandweit sind es 15.000 Spenden. Laut Blutspendedienst werden diese Mengen durch eine gut Planung und breit gestreute Terminangebote im Wesentlichen erreicht.

„Einen Engpass haben wir dank guter Planung und breit gestreuter Termine nicht“, sagte Schweiger, aber es gebe zwei schwierige Situationen im Jahr. „Das ist zum einen der Hochsommer mit Ferienzeiten und vielleicht einer Hitzewelle.“ Zum anderen sei es die Zeit um den Jahreswechsel, da viele Urlaub hätten und es außerdem mehr Feiertage als sonst gebe.

Von Elinor Wenke

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