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Abrissgenehmigung für Bücker-Hallen gefordert

Rangsdorf Abrissgenehmigung für Bücker-Hallen gefordert

Das Bücker-Flugzeugwerksgelände in Rangsdorf wartet weiter auf einen Investor. Strenge Denkmalschutzauflagen könnten der Hauptgrund dafür sein, dass sich kein Interessent findet. In einem Brief fordern der Bürgermeister und alle Fraktionen das Land nun auf, einen Abriss der Hallen nicht mehr grundsätzlich auszuschließen.

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Seit mehr als 20 Jahren verfällt das Bücker-Gelände in Rangsdorf.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Ein Abriss der denkmalgeschützten Hallen auf dem Bücker-Gelände soll nicht mehr ausgeschlossen sein. Das fordern Vertreter aller Fraktionen der Rangsdorfer Gemeindevertretung in einem gemeinsamen Brief an Ministerpräsident Dietmar Woidke.

In dem vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Stephan Wilhelm verfassten und Mitte Juli verschickten Schreiben regen die Verfasser die Landesbehörden an, eine Abrissgenehmigung nicht grundsätzlich zu verweigern. Damit solle man auch ein Signal an mögliche Investoren setzen, die sich für die derzeit zum Verkauf ausgeschriebene Fläche interessieren. Dem Land Brandenburg als Eigentümer der rund 110 Hektar großen Fläche sei es in den vergangenen 20 Jahren nicht gelungen, diese zu entwickeln.

Weder Instandhaltung noch Investitionen

Instandhaltungsmaßnahmen und Investitionen, wie sie Denkmalschutzbehörden von Denkmaleigentümern verlangen, habe es nicht gegeben. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP), der zu den Unterzeichnern gehört, vergleicht das Handeln des Landes mit der Straßenreinigung in der Gemeinde. „Wenn wir die Bürger kontrollieren aber bei unseren eigenen Grundstücken der Reinigungspflicht nicht nachkommen, wären die Bürger zurecht aufgebracht.“

Rangsdorfs Fraktionsvorsitzende appellieren an das Land, die Fläche für den vom Land selbst immer wieder geforderten Wohnraum frei zu machen. Außer auf dem Bücker-Gelände sei ein weiteres Wachstum kaum möglich. Räumlich sei Rangsdorf durch den See und die vielen Verkehrsachsen begrenzt.

Sozialer Wohnungsbau auf altem Flugplatzgelände

15 Hektar der Fläche des ehemaligen Flugplatzes und Flugzeugwerks sind bebaubar. Dort könne man bezahlbare und soziale Wohnungen errichten, die nicht weit entfernt vom Ortszentrum und dem Bahnhof liegen. Daran fehle es derzeit in Rangsdorf, genauso wie an Sportstätten. Laut einer Machbarkeitsstudie würden denkmalgerechter Umbau und Sanierung einer Bücker-Halle zu einer Sporthalle fast viermal so teuer wie ein Neubau. „Das können und wollen wir finanziell nicht leisten“, heißt es in dem Brief.

Mit einem möglichen Abriss der denkmalgeschützten Hallen könne die Gemeinde ihre Wohnungsbauziele erreichen und das Land einen höheren Kaufpreis für das Gelände erzielen, heißt es weiter. Möglich sei auch, mit Investoren über den Erhalt einzelner Gebäudeteile oder die Integration bestehender Kubaturen und Baumaterialien in Neubauten zu verhandeln.

Von Christian Zielke

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