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Abrisspläne für tausende Garagen

Ludwigsfelde sucht neue Wohnbauflächen Abrisspläne für tausende Garagen

Der Siedlungsdruck südlich von Berlin ist so groß, dass die Autobauerstadt Ludwigsfelde die letzten Reserven erschließt. Um weitere Wohnbauflächen zu bekommen, stehen jetzt die 19 Garagenkomplexe mit mehr als 3500 Einzelgaragen im Stadtgebiet zur Diskussion. Die Pachtmodalitäten dafür sollen neu geregelt werden.

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Garagen in Ludwigsfelde sollen den Wohnungsbau weichen.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Sieben Garagenkomplexe in Ludwigsfelde haben auf einem Stadtplan des Bauamtes einen roten Punkt – sie sollen nach dem Willen der Stadt in den nächsten Jahren dem Wohnungsbau weichen. Über die Karte und die Neuregelung von Verträgen und Pachten für mehr als 3000 Garagen diskutierte Mittwochabend der Bauausschuss – etliche Garagenbesitzer und Pächter hörten zu.

Wie berichtet, gab es seit der Jahrtausendwende mehrere Verlängerungen und Sicherheiten für Garagennutzer, mindestens noch bis 2019. Doch jetzt ist der Siedlungsdruck auf die Autobauerstadt im Süden Berlins so groß, dass nach jedem Stück Wohnbauland gesucht wird. Außerdem weiß man im Rathaus inzwischen, dass die seit dem Mauerfall nie erhöhten Pachten nur ein Bruchteil dessen sind, was die Besitzer und ihre Nachfolger mit Untervermietung insgesamt einnehmen. Und die Stadt habe mit Unterhaltung der öffentlichen Flächen an den Garagen hohe Kosten, erklärte Baufachbereichsleiter Torsten Klaehn. Außerdem sagte er: „Es sind ja keine kleinen Anlagen, die den künftigen Plänen der Stadt im Wege stehen, deshalb müssen wir Lösungen langfristig angehen. Das kann gelingen oder nicht, wir werden sehen.“

Die ersten 57 Garagen, um die es geht, sind die hinter der Fontanestraße am Fuße der Autobahn, die wegen des begonnenen Baus des Stadtzentrums nicht bleiben können. Mit diesen Garagennutzern wurde bereits gesprochen. Einer von ihnen ist Andreas Hallatsch. „Zehn Personen wohnen außerhalb von Ludwigsfelde, aber die anderen nutzen die Garage täglich“, sagte er, „mehr als die Hälfte von ihnen ist 60 Jahre alt. Wo sollen die ihr Auto abstellen, wenn hier so schon alles überfüllt ist an der Straße?“ Für dieses Problem wird eine Lösung an der künftigen Zentrum-Zubringerstraße zwischen Kreisverkehr Ostverbinder und Potsdamer Straße gesucht.

Zu den Garagenkomplexen mit einem roten Punkt gehören neben denen der Fontanestraße die am Jagdweg, an der Neckarstraße und an mehreren Standorten in der Gartenstadt.

Der Bauausschuss stimmte dem Verwaltungsvorschlag mehrheitlich zu. Damit wird den Stadtverordneten der Beschluss empfohlen, Pachtverträge für die sieben anderen Garagenkomplexe mit einem grünen Punkt für die Zeit nach 2019 um maximal fünf Jahre zu verlängern, Verlängerungsanträge sollen Pächter wenigstens zwei Jahre im Voraus anzeigen.

Von Jutta Abromeit

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