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Teltow-Fläming Abschied und Vorbereitung
Lokales Teltow-Fläming Abschied und Vorbereitung
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00:20 20.10.2017
Der Wahlvorstand der Briefwahllokals von Nuthe-Urstromtal entleert die postalisch eingegangenen Stimmzettel zur Auszählung. Quelle: FOTO: Hartmut F. Reck
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Ruhlsdorf

Am Tag nach der Bürgermeisterwahl in Nuthe-Urstromtal: Noch-Amtsinhaberin Monika Nestler (Linke) fährt wie gewohnt zur Gemeindeverwaltung nach Ruhlsdorf, um dort ihren Schreibtisch aufzuräumen. Sie hat noch so viel Urlaub, dass sie nur noch sporadisch in ihrem Amtszimmer auftauchen wird. Derweil räumt Wahlsieger Stefan Scheddin (parteilos) seinen Schreibtisch im Büro seines Dachdeckerbetriebs auf, den er in andere Hände übergeben muss.

Tränentrocknen und Siegesfeier

Am Wahlabend hatte Nestler noch mit ihren Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung zusammengesessen, wo man sich gegenseitig die Tränen trocknete. Bei Scheddin in Ahrensdorf fand unterdessen eine spontane Siegesfeier mit all seinen Wahlhelfern, die plötzlich vor seiner Tür standen, statt. „Der Wähler wollte etwas anderes“, sagt Nuthe-Urstromtals früherer Bürgermeister Winand Jansen (SPD), „jetzt muss Herr Scheddin bei denjenigen um Vertrauen werben, die ihn nicht gewählt haben.“

So, wie Scheddin (38) sich nun sammeln und gute Berater suchen muss, so muss sich Nestler (64) nach 39 Jahren in der Kommunalverwaltung auf den Ruhestand vorbereiten. Bis dahin werde sie die wichtigsten Termine noch wahrnehmen.

Amtseinführung Scheddins ohne Nestler

Am 15. Januar beginnt dann Scheddins Amtszeit. Zu seiner Amtseinführung werde sie nicht zugegen sein. „Das ist Aufgabe der Vorsitzenden der Gemeindevertretung.“ Sie werde sich weiterhin ehrenamtliche engagieren.

Nestlers Hoffnung, mit Hilfe der Wähler, die in der ersten Runde für den SPD-Kandidaten Stefan Noack gestimmt hatten, die Stichwahl zu gewinnen, zerstob am Sonntag. Die Wahlbeteiligung von 58,4 Prozent lag deutlich unter der des ersten Wahlgangs mit 75,5 Prozent. Fast 1000 Nuthe-Urstromtaler sind nicht noch ein zweites Mal zum Wahllokal gegangen, um sich für den einen oder anderen Kandidaten zu entscheiden.

Hochburgen Ahrensdorf und Schöneweide

Scheddin hat in 14 der 25 Wahlbezirke mehr als 50 Prozent geholt (siehe Tabelle). Ganz oben stand sein Heimatort Ahrensdorf mit 87,2 Prozent. Nestler erzielte ihr bestes Ergebnis in Schöneweide mit 66 Prozent. In ihrem Wohnort Hennickendorf holte sie nur 42,6 Prozent, aber immerhin mehr als bei der ersten Runde mit 34 Prozent. Am nächsten an dem Gesamtergebnis von 49,2 Prozent für Nestler und 50,8 Prozent für Scheddin lag man in Jänickendorf und in Kemnitz. Dort holte Nestler jeweils 49,0 Prozent und Scheddin 51,0 Prozent.

Von Hartmut F. Reck

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