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Teltow-Fläming Abschied vom Pfarrer der Mennoniten
Lokales Teltow-Fläming Abschied vom Pfarrer der Mennoniten
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14:15 11.10.2016
Henry Kliewer (Mitte) verabschiedet sich von der Gemeinde. Quelle: Victoria Barnack
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Altes Lager

Henry Kliewer hat Fußspuren auf der ganzen Welt hinterlassen: russische Eltern, getrampt durch Europa, ein Job in Japan. Besonders wird er allerdings in Altes Lager in Erinnerung bleiben. Denn zwei Jahre lang wirkte der Pfarrer dort in der evangelisch-mennonitischen Freikirche. Nun zieht er wieder in seine Heimat Kanada. Beim Seniorennachmittag der Gemeinde spielte er mit Musiker und Freund Genadi Lebedev noch ein paar letzte Stücke und blickte auf die zwei Jahre zurück.

Abschied vom Radeln durch die Fläming-Landschaft

„Am meisten werden mir wohl die Landschaft und das Fahrrad-Fahren fehlen“, sagte Kliewer, obwohl er 2014 als ungeübter Radler in den Fläming kam. „So viele Kirchtürme wie in den Dörfern hier gibt es in Kanada nicht“, erzählte er. Außerdem lernte Kliewer während der vergangenen zwei Jahre auch andere Teile Europas kennen. Dänemark, Österreich und Polen bereisten er und seine Frau Nellie zum Beispiel. Weit weg ging es aber nie für sie. „Denn wir haben schnell gemerkt, dass es hier im Osten so viel zu sehen gibt“, sagte Kliewer. Vor allem die verschiedenen Gotteshäuser waren bei jeder Reise ein Muss für das Paar.

Bürokratie war eine Herausforderung

Henry Kliewer lernte aber auch die unangenehmen Seiten Deutschlands kennen. Schon die Anträge für eine Einreiseerlaubnis forderten ihn heraus. „Da wurde ich sofort in die deutsche Bürokratie eingeleitet“, erinnerte er sich schmunzelnd. Nun freuen sich die Kliewers auf ihre Familie in Kanada. „Dort wurden in der Zwischenzeit unsere zwei Enkelkinder geboren“, sagt der Pfarrer. Besucht haben sie den Nachwuchs bisher erst ein Mal.

Zwei Wochen ist das Ehepaar vor seiner Rückreise noch in Altes Lager. Wer der neue Pfarrer bei den Mennoniten wird, steht noch nicht fest. Einmal im Monat soll erst einmal ein Wolfsburger Pfarrer die Gottesdienste übernehmen.

Von Victoria Barnack

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