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Abschussprämie ist kein Heilmittel

Dahmeland-Fläming Abschussprämie ist kein Heilmittel

Den Jägern der Region gelingt es kaum, die Vermehrung von Wildschweinen einzudämmen. Das Land Brandenburg will deshalb Jägern in den östlichen Landkreisen eine Prämie zahlen, wenn sie mehr Wildschweine als im Vorjahr schießen. Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald sind nicht Teil des Pilotprojekts.

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Sollen geschossen werden: Wildschweine.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Seit Jahren schießen die Jäger in großer Zahl Wildschweine, aber trotzdem gelingt es kaum, die stetige Vermehrung der Tiere einzudämmen – und damit einhergehend auch die Schäden, die die Wildschweine anrichten. Das Land Brandenburg hat deshalb in den östlichen Landkreisen jetzt ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Jäger eine Prämie bekommen, wenn sie mehr Wildschweine als im Vorjahr schießen. Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald sind nicht Teil des Pilotprojekts und konnten diese Prämie nicht beantragen.

Ortwin Seier, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes in Teltow-Fläming, hat ohnehin seine Zweifel, ob die Zusatzprämie tatsächlich zu mehr Abschüssen führt. „Es wird schwierig sein, die Jagdstrecken noch weiter zu erhöhen, denn die Jagd kostet Zeit und viele Jäger haben noch andere Dinge zu tun“, sagt er.

Dass sich die Jäger in der Region auch ohne Zusatzprämien um hohe Abschussstrecken bemühen, bestätigen die Jagdbehörden der Landkreise. „Die Jäger haben den Ernst der Lage erkannt“, sagt der zuständige Sachgebietsleiter in Dahme-Spreewald, Norbert Hill. Sowohl in Teltow-Fläming als auch in Dahme-Spreewald würden jährlich zwischen 4000 und 5000 Wildschweine geschossen. Die Jäger müssten dabei den Tierschutz beachten, auch der organisatorische und finanzielle Aufwand sei enorm.

Eine Prämie sei deshalb nur dann sinnvoll, wenn sie unbürokratisch ausgezahlt werden könne, heißt es aus der Jagdbehörde Teltow-Fläming. Wenn die Abschüsse erst aufwendig nachgewiesen werden müssten, dann würde das die Kosten in die Höhe treiben, „und eine für die Jäger theoretisch positive Initiative unattraktiv machen“.

Von Oliver Fischer

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