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Teltow-Fläming Abwarten und Unmut im Stadtrat
Lokales Teltow-Fläming Abwarten und Unmut im Stadtrat
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19:00 21.03.2013
LUDWIGSFELDE

. Die MAZ erkundigte sich in den Fraktionen zum aktuellen Geschehen um SPD-Landratskandidat Gerhard.

Bettina Lugk, Fraktionsvorsitzende SPD: „Wir haben natürlich schon darüber gesprochen und Herr Gerhard muss die Stadtverordneten möglichst bald informieren. Doch das ist ein laufendes Verfahren, deshalb haben wir noch keine Forderung an ihn. Vielleicht ändert sich ja am Strafmaß von 25 200 Euro noch was, wenn jetzt auch ein Richter noch auf die Auffassung der Staatsanwaltschaft geschaut hat. Wir gehen davon aus, dass Frank Gerhard an der Stadtverordnetenversammlung am 9. April teilnimmt und über den aktuellen Stand informiert.“

Andreas Herms, Vorsitzender CDU-Fraktion: „Das ist ein Fakt, den ich vom Bürgermeister aus erster Hand erklärt haben will. Und ich erwarte eine Stellungnahme von der SPD-Fraktion.“

Michael Neumann, Fraktion Bürgerinitiative: „Wir sind sehr betroffen und bemühen uns gerade darum, was aus erster Hand zu bekommen, nicht über die Medien oder andere, um uns überhaupt mal ein Bild machen zu können. Wie alle sind wir sehr überrascht und hätten uns gewünscht, dass der Bürgermeister frühzeitig und offen über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe gesprochen hätte. Das ist nicht geschehen, er muss dafür wohl seine Gründe haben . . .“

Martina Borgwardt, FDP: „Menschlich bin ich tief enttäuscht, sehr tief. Für meine Begriffe müsste er von allen Ämtern zurücktreten. Ich verstehe seine Beweggründe, aber er kommt vom Bundesrechnungshof. Wie will er den Leuten jetzt noch beibringen, dass sie nichts annehmen dürfen? Zweierlei Maß? Und dass er uns nicht informiert . . . Das hätte er machen müssen, auch wenn er im Urlaub ist. Und das Verhalten jetzt, nachdem das bekannt geworden ist, sein Auftreten erst vor Handwerkern, ehe er uns informiert, das enttäuscht mich fast noch mehr.“

Peter Dunkel, Frakionschef Linke/Filu: „Ich will die Stadtverordneten diese Woche davon überzeugen, dass wir vom Bürgermeister eine Erklärung fordern. Der staatsanwaltliche Strafbefehl passt so gar nicht, den angeschlagenen Ruf unserer Kommunalpolitik aufzupolieren. Er hat uns einen Bärendienst erwiesen und das ist keine Werbung für junge Wähler. Er muss sich wirklich gegenüber seinem Dienstherrn schnellstens erklären.“ Fotos: MAZ/Archiv (Von Jutta Abromeit)

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