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Acht auf einen Streich

Stadtverordneten-Fraktion tritt der Feuerwehr bei Acht auf einen Streich

Seit Mittwoch zählt Jüterbogs Wehrleiter Lutz Selent acht neue Mitglieder. Sie gehören der FJB ein, darunter alle fünf Stadtverordneten. Sie sind zwar nur passive Mitglieder, wollen sich aber verstärkt für die Belange der Wehr einsetzen. Ein aktuelles Problem ist eine Baustelle, die die Feuerwehr bei der Ausfahrt behindert.

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Markus Schulze, Marco Dammmüller, Bruno Meier, Udo Reich, Hendrik Papenroth, Michael Poser und Jens Schandert neben Bürgermeister Arne Raue und Ortswehrchef Lutz Selent (v.l.).

Quelle: Gertraud Behrendt

Jüterbog. Udo Reich, Bruno Meier, Jens Schandert, Markus Schulze, Michael Poser, Marco Dammmüller, Henrik Papenroth und Paul-Michael Unger sind seit Mittwoch passive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Jüterbog.

Wehrleiter Lutz Selent freut sich nicht nur über den Mitgliedsbeitrag. „Um den geht es nicht, sondern um die Interessenvertretung“, sagte er. Die sicherten die Herren zu. Jens Schandert und Henrik Papenroth sind stolz darauf, dass alle fünf Mitglieder der FJB-Stadtverordneten-Fraktion und drei Nachrücker nun der Wehr beigetreten sind. Das würdigte Bürgermeister Arne Raue (parteilos): „Das ist eine neue Qualität, dass Stadtverordnete in so einer Deutlichkeit ehrenamtliche Arbeit unterstützen. Insbesondere die Fraktion der FJB ist immer am Start, so auch bei der Feuerwehr.“

Doch beim akuten Problem konnten weder Raue noch die FJB helfen. Die Feuerwehr kann ihr Depot nicht über die aufgerissene Friedrich-Ebert-Straße verlassen. Im Notfall darf sie nach rechts rasen über den Erich-Sturtevant-Platz und die Triftstraße in die Zinnaer Vorstadt. Wenn sie ohne Sonder-Signal zu Übungen fährt, ist diese Abkürzung tabu. Dann ist vom Sturtevant-Platz nach links in die holprige Triftstraße zu fahren. „Die Fahrzeuge dort setzen auf. Das ist eine Zumutung für uns und für die Anwohner“, sagte Selent.

Raue, der die Straße aus eigener Anschauung gut kennt, ergänzte, die Stadt habe beim Kreis die generelle Ausfahrt in die Zinnaer Vorstadt für die Feuerwehr beantragt, so wie es parallel von der Schillerstraße für Busse, Taxi und Krankenfahrzeuge erlaubt worden ist. Doch für die Triftstraße wurde dies abgelehnt, weil diese Ausfahrt noch unübersichtlicher sei. Nur im Notfall darf mit Blaulicht und Sirene dort entlang gefahren werden. Bei Übungen, wenn Zeit genug wäre, einen Feuerwehrmann auf die Straße zu stellen, ist es verboten. Es sei denn, die Feuerwehr fährt immer mit Signal, egal, wohin. „Das ist auch nicht erlaubt“, sagte Marco Dammmüller, der es als Fahrlehrer genau wissen muss.

„Wir wollen auch Aktive gewinnen, aber das können wir nicht versprechen“, sagte Jens Schandert. Versprochen ist, dass es 2015 noch eine Wärmebildkamera gibt. Wie wichtig die ist, um Menschen im Qualm zu orten, haben die FJBler bei den Zusammenkünften immer wieder mitbekommen. „Wir haben bei dem Brand auf dem Truppenübungsplatz, bei Terminen mit der Wehr und auch bei Feiern viele Kontakte geknüpft“, sagt Papenroth. Er und seine Mitstreiter hoffen, dass ihre Vorbildwirkung auch andere überzeugt. Für die aktive Arbeit seien sie bis auf Reich und Unger schon zu alt. „Außerdem führen wir alle unsere Unternehmen, und für die Politik geht auch viel Zeit drauf“, sagt er.

Von Gertraud Behrendt

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