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Teltow-Fläming Achtklässler peppen ihre Schule auf
Lokales Teltow-Fläming Achtklässler peppen ihre Schule auf
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05:30 05.03.2018
Vanessa, Jeana und Angelique mit ihren künsterischen Arbeiten. Quelle: Elinor Wenke
Trebbin

Wenn die Mädchen und Jungen der Goethe-Oberschule Trebbin jetzt durch die hintere Eintrittspforte der Schule – den eigentlichen Schülereingang – gehen, huscht dem einen oder anderen doch ein Grinsen übers Gesicht. Denn der Außenbereich und der Innenflur sehen seit ein paar Tagen nicht mehr grau und trist, sondern farbenfroh und fröhlich aus.

Dafür haben die Schüler der Klassen 8a und 8b gesorgt, die sich zudem beim Schulreporter-Projekt ausgiebig mit der Zeitung beschäftigen. In ihrem zweiwöchigen „Inisek“-Projekt haben sie unter fachkundiger Anleitung mit ihren Händen und ihrer Fantasie kleine und große Kunstwerke geschaffen.

Die Klassen 8a und 8b der Oberschule Trebbin haben im „Inisek“-Projekt den rückwärtigen Eingangsbereich der Schule aufgepeppt. Quelle: Elinor Wenke

„Inisek“ steht für „Initiative Sekundarstufe I“ und wird vom europäischen Sozialfonds und vom Land Brandenburg gefördert. Die Trebbiner nehmen schon seit vielen Jahren daran teil – immer mit den 8. Klassen. „Über den Unterricht hinaus sollen soziale Kompetenzen gefördert werden“, sagt Lehrerin Sigrid Haarbeck, die das Projekt koordiniert und betreut. „Unter dem Motto ,Kreativ statt aggressiv’ können sich die Jugendlichen handwerklich betätigen, sich kreativ ausleben und ihre künstlerischen Fähigkeiten entdecken, die sie oft noch gar nicht kennen“, erläutert Sigrid Haarbeck.

Mit Fachkunde, praktischen Tipps und manchmal aus Trost stehen ihnen der Bildhauer Matthias Münch und die Kunstpädagogin Edeltraud Lessing zur Seite. Bärbel Bartl, die als ehemalige Lehrerin vor Jahren das Projekt ins Leben rief, kommt jedes Jahr wieder gern vorbei und motiviert die jungen Künstler mit Süßigkeiten.

Faserplatten mit Schattenfiguren

Schattenfiguren in Spiel- und Sportposen wurden auf Faserplatten drapiert. Quelle: Elinor Wenke

Schon viele Bereiche in der Schule tragen die Handschrift der Projektkünstler aus den vergangenen Jahren. Das Treppenhaus wurde mit Tiermotiven aus Mosaik-Fliesen verschönert, farbige Holzskulpturen begrüßen die Besucher vor der Schule und Papierkörbe wurden zu bunten Kunstwerken gestaltet.

Diesmal war der rückwärtige Eingang dran. Auf Faserplatten wurden Schattenfiguren in verschiedenen Körperhaltungen drapiert. Die Schüler haben sich dafür zunächst selbst in sportliche und spielerische Posen gestellt, ihre Bewegung auf Skizzen und Faserplatten übertragen, ausgeschnitten und bemalt. „In den verschiedenen Körperhaltungen haben wir festgestellt: Wir sind alle gleich und jeder doch ganz individuell“, erzählt Edeltraud Lessing.

Masken und Gesichter an der Wand

Aus Gasbeton wurden fröhliche Gesichter angefertigt. Sie grüßen nun von der Wand. Quelle: Elinor Wenke

Eine andere Wand sieht wie ein Sammelsurium lustiger Masken aus, die zum Unterricht einladen. „Dazu wurden aus Gasbeton Gesichter gefertigt“, berichtet Matthias Münch. Die Schüler geben zu: Es war gar nicht leicht, die Figuren aufzumalen, anzuschleifen und auszumeißeln, aber es hat Spaß gemacht.

Präsentation am letzten Projekttag

Vanessa, Jeana und Angelique präsentieren stolz ihre Steingesichter, die sie ganz individuell gestaltet haben. Die Arbeit mit dem Blaupapier war interessant, aber schwierig, berichten Viviane und Luisa. Celine hat das Aufmalen der Figuren Spaß gemacht; Niclas hat zum ersten Mal geschnitzt. Samira weist auf das Mosaik im Außenbereich: „Das haben wir alle zusammen gemacht.“ Sie bedankte sich bei Matthias Münch und Edeltraud Lessing. „Das Projekt hat viel Spaß gemacht und irgendwie haben wir unsere Teamfähigkeit wiederentdeckt“, sagte sie. Und einig sind sich alle Schüler: So ein Projekt ist auf jeden Fall besser als normaler Unterricht.

Immer am letzten Projekttag werden die Ergebnisse öffentlich präsentiert und meistens sind die Kunstwerke bis zur letzten Minute geheim. Schulleiter Bernd Schill war auch diesmal begeistert: „Ich bin immer wieder überrascht, was unsere Schüler zustande bringen, es sieht einfach toll aus“, sagte er zum Abschluss, „und jeder hat neue Erfahrungen gesammelt.“ Er lobte das Gesamtprojekt, ohne das es manche schmucke Stelle in der Schule nicht geben würde.

Pensionierte Lehrerin ist vom Projekt begeistert

Edeltraud Lessing ist aus dem aktiven Pädagogendienst raus, freut sich aber jedes Jahr wieder auf die Zusammenarbeit mit Matthias Münch und den Achtklässlern. „In jedem Schüler stecken künstlerische Fähigkeiten“, ist sie überzeugt. Auch wenn sie am letzten Tag dem einen oder anderen noch mal strenge Worte mit auf den Weg gab, zeigte sie sich mit dem Ergebnis wieder zufrieden: „Das kann sich doch sehen lassen.“

Von Elinor Wenke

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