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Adventsmarkt findet nicht an Kirche statt

Gemeindekirchenrat enttäuscht über Ortsbeirat Adventsmarkt findet nicht an Kirche statt

Erstmals sollten Ortsbeirat und Gemeindekirchenrat den Wünsdorfer Adventsmarkt gemeinsam ausrichten. Nicht wie bisher am Bürgerhaus, sondern rund um die Dorfkirche. Doch daraus wird nichts. Weil sie sich vom Ortsvorsteher ungenügend in die Vorbereitungen einbezogen fühlten, stimmten drei der fünf Ortsbeiratsmitglieder gegen den neuen Marktstandort.

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Gerd Heimann hatte sich bereits auf den Adventsmarkt rund um die Wünsdorfer Kirche gefreut.

Quelle: Frank Pechhold

Wünsdorf. Eigentlich sollte der Adventsmarkt in Wünsdorf diesmal nicht am Bürgerhaus, sondern rund um die Dorfkirche stattfinden. Darüber waren sich Ortsvorsteher Freiherr Rolf von Lützow (parteilos) und der Gemeindekirchenrat einig. Aber weil der Ortsbeirat jetzt mit drei zu zwei Stimmen gegen den neuen Standort stimmte, bleibt es beim alten.

Diese Absage kam für Gerd Heimann völlig überraschend. Der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates (GKR) hatte darauf vertraut, den Adventsmarkt am 28. November gemeinsam mit dem Ortsbeirat an der Kirche auszurichten. Für diesen Standort warb Ortsvorsteher von Lützow bereits Mitte Februar im GKR, weil „er die Kirche mit Weihnachten verbindet und das Ambiente einfach toll ist.“ Auch die damals geäußerten Bedenken des Ortsbeirates verschwieg er nicht. Angesprochen wurden Probleme mit der Stromversorgung, fehlende Toiletten und zu wenig Parkmöglichkeiten.

„In unserer September-Sitzung legte der Ortsvorsteher ein fast vollständiges Konzept vor“, sagt Gerd Heimann. Mittlerweile hatte von Lützow vereinbart, dass der städtische Bauhof ein Stromversorgungsgerät zur Verfügung stellt. Weiter wollte er Marktbuden organisieren und die ortsansässige Eventfirma Hubert Nowy einbeziehen. Für die Wasserversorgung wollte Anwohnerin Lisa Schulze sorgen. „Um das Programm hatten wir uns gekümmert“, sagt Gerd Heimann. Geplant waren unter anderem ein Familiengottesdienst, Auftritte von Kindern aus Kita und Hort und ein offenes Advents- und Weihnachtsliedersingen.

Alles schien in trockenen Tüchern, der Markt war im Gemeindebrief angekündigt. „Umso enttäuschter waren wir natürlich, als wir von der Entscheidung des Ortsbeirates erfuhren“, sagt Heimann. Nach kontroverser Diskussion stimmten Rolf Freiherr von Lützow und Konrad Tschorn (Linke) für den neuen Standort, Barbara Kaulen (Plan B), Rainer Zurawski (CDU) und Michael Zastrow (SPD) dagegen. „Hätte ich gewusst, dass alles aus Sicht der Kirche bereits klar ist, hätte ich zähneknirschend dem Standort Kirche zugestimmt“, sagt Kaulen. Auch Zurawski möchte die Entscheidung „nicht als Affront gegenüber der Kirchengemeinde sehen“. Von vielen konkreten Absprachen mit dem GKR habe er nichts gewusst.

Dafür hagelte es in der Sitzung Kritik am Ortsvorsteher. „Man hat mir gesagt, ich hätte alles allein entschieden und die Ortsbeiratsmitglieder nicht mit ins Boot geholt“, sagt von Lützow. Besser wäre es gewesen, erst den Ortsbeirat über den Standort abstimmen zu lassen. „Für die Absage des Adventsmarktes an der Kirche kann ich mich nur beim Gemeindekirchenrat entschuldigen.“

Von Frank Pechhold

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