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Teltow-Fläming Adventsspektakel unter freiem Himmel
Lokales Teltow-Fläming Adventsspektakel unter freiem Himmel
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00:26 17.12.2015
Nur ein Feuer und wenige Scheinwerfer erhellten das Feld, welches als Bühne diente. Quelle: Victoria Barnack
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Zellendorf

Der Acker ist die Bühne. Laiendarsteller sind die Protagonisten. Eine Herde von 250 Schafen spielt die Nebenrolle. Dass man auch mit einfachen Mitteln die Weihnachtsgeschichte geschickt in Szene setzen kann, beweist Regisseur Hans-Joachim Frank seit über zehn Jahren in der Gemeinde Niedergörsdorf.

2004 hatte das Team um den künstlerischen Leiter des Theaters ’89 die Tradition aus dem Boden gestampft. Damals fand das „unspektakuläre große Weihnachtsspektakel“ – so nennen es die Veranstalter – noch auf einem Feld zwischen Dennewitz und Niedergörsdorf statt. Mit über 800 Gästen war es ein voller Erfolg und begründete so die Tradition der „Niedergörsdorfer Weihnacht“.

Wie spektakulär bereits die erste Aufführung an diesem dritten Adventswochenende werden sollte, ahnte keiner der Mitwirkenden. Durch Funken entzündete sich die Strohhütte der Heiligen Familie (die MAZ berichtete). Die Feuerwehr musste anrücken und eine provisorische Spielstätte wurde hergerichtet. Damit war der Samstag fast noch anstrengender als die eigentliche Vorbereitungszeit des Stückes.

Dabei dauern allein die Vorbereitungen vor Ort eine ganze Woche. Denn um das Stück möglichst authentisch wirken zu lassen, sind neben der Schafsherde auch viele andere Tiere dabei: Esel, Pferd, Kamel und Lama. Vor allem die jüngsten Gäste sind davon begeistert, die Tiere der rollenden Arche und das Kamel Klausi hautnah zu sehen.

Leider nichts für Kinder

Alle anderen Protagonisten der Aufführung, die zu Musik von Johann Sebastian Bach und dem originalen Text der Bibel gespielt wird, kamen aus der Umgebung. Fast zehn Kinder aus Zellendorf, Oehna und Jüterbog beteiligten sich an dem Stück. Geprobt haben sie nur einmal. „Aber ich war schon ein bisschen aufgeregt“, gab Einmal-Schauspielerin Emma Danneberg zu. Spaß hat es ihr trotzdem gemacht, obwohl die dazugehörige Familie ein wenig enttäuscht war. „Für die Kinder war das Stück zu hochtragend“, fanden ihre Eltern. Auch die Entfernung zur Spielstätte, die im Dunkeln zum Teil nur schwer zu erkennen war, störte sie.

Begeistert waren hingegen die erwachsenen Zuschauer, unter denen sich auch Frank Reich befand. Der Geschäftsführer des Landesverbandes Freier Theater lobte die Arbeit des Theaters ’89 in der Region. „Es bespielt mit einem hochambitionierten Programm Räume abseits der vermeintlichen Großstädte“, erklärte er, „und das ist wirklich einmalig.“ Ähnlich sah es auch Carsten Wist, der samt Familie aus Potsdam angereist war. „Es ist schön, eine Stunde innehalten zu können“, sagt er. Tochter Elsa war vor allem von den großen Tieren, die bei der Weihnachtsgeschichte mitwirkten, angetan.

Ob die beliebte „Weihnacht auf dem Felde“ auch im kommenden Jahr unter freiem Himmel am Zellendorfer Flugplatz aufgeführt wird, steht derzeit noch in den Sternen.

Denn Regisseur Hans-Joachim Frank zieht sich von der Niedergörsdorfer Bühne zurück, um sich anderen Projekten zu widmen. Darunter soll sich auch ein Programm anlässlich der Lutherdekade in Jüterbog befinden. „Außerdem sind wir mit unserer Arbeit auf Fördergelder angewiesen“, erklärte Geschäftsführerin Uta Klag vom Theater ’89, „deswegen ist das noch schwer zu sagen.“

Von Victoria Barnack

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