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Ärger für Blau-Weiß

Dahlewitz Ärger für Blau-Weiß

Grobes Foul der Verantwortlichen von Blau-Weiß Dahlewitz: Der Verein hat Arbeiten auf dem Sportplatz beauftragt, ohne die Gemeinde vorher zu informieren. Weil er anschließend die Gemeinde um einen Zuschuss von 7000 Euro bat, gab es im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport kräftigen Ärger.

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Die Vereinsgaststätte des SV Blau-Weiß Dahlewitz.

Quelle: Christian Zielke

Dahlewitz. Heftige Kritik mussten sich die Vertreter des SV Blau-Weiß Dahlewitz in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport (BJS) anhören.

Der Sportverein hatte bei der Gemeinde einen Zuschuss von rund 7000 Euro beantragt. Von dem Geld sollen Rechnungen für die Renovierung der Vereinsgaststätte sowie für Reparaturen an Beleuchtungsanlagen und der Heizung bezahlt werden. Das Problem: Der Verein hat die Firmen beauftragt, ohne die Gemeinde, der die Gebäude auf dem Dahlewitzer Sportplatz gehören, vorher zu informieren. Dass der Verein hinterher die Gemeinde um einen Zuschuss bittet, sorgte unter den Ausschussmitgliedern für Verärgerung.

Kosten waren nicht unvorhersehbar

Andreas Buch (CDU) sah darin eine Verletzung des Pachtvertrags. Besonders kritisch sah er, dass Hans-Jürgen Schley, der Vorsitzende von Blau-Weiß, Gemeindevertreter ist und sich mit den Bestimmungen auskennen sollte. Aus Sicht von Stefanie Nimz (Linke) sind die Kosten für die Renovierung und neue Laternen auf dem Beachvolleyballplatz planbar gewesen. „Das war nicht unvorhersehbar. Es gibt Abspracheregelungen“, sagte sie. Hätte der Verein sich vorher an den Ausschuss gewandt, wäre das der richtige Weg gewesen. Thomas Mottner (Freie WG) sah keine rechtliche Grundlage, dem Verein einen Zuschuss für die gesamten Kosten zu gewähren.

Ohne den Zuschuss droht dem Verein die Zahlungsunfähigkeit. „Wir sind in finanziellen Schwierigkeiten“, sagte Schatzmeisterin Roswitha Bohm. Der Verein habe nun die Mitgliedsbeiträge erhöht, die Zahlungen an die Übungsleiter ins nächste Jahr verschoben und um Ratenzahlung für die Hallenkosten gebeten.

Zuschuss soll mit Kosten für Hallennutzung verrechnet werden

Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin, regte an, die beantragten Zuschüsse mit den Kosten für die Hallennutzung zu verrechnen. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder folgte diesem Vorschlag. Katja Grassmann (SPD), die BJS-Vorsitzende, forderte, dass sich ein solcher Fall nicht wiederholen dürfe: „Das ist kein Zeichen für einen vertrauensvollen Umgang.“

Von Christian Zielke

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