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Ärger mit Wurzelbrücke in Rangsdorf

Bahn verspricht Lösung bis Ende Juni Ärger mit Wurzelbrücke in Rangsdorf

Eine ziemliche Fehlkonstruktion ist die Wurzelbrücke am erst vor einem Jahr eröffneten Rangsdorfer Tunnel. Sie war seit Februar wegen Schäden gesperrt und wurde nun von der Gemeinde abgerissen. Der neue Radweg soll deutlich einfacher konstruiert werde und nach Hoffnung von Bahn und Gemeinde auch länger halten.

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Seit Ende voriger Woche ist die Wurzelbrücke abgerissen.

Quelle: Zielke

Rangsdorf. Fast auf den Tag genau seit einem Jahr rollt der Autoverkehr relativ problemlos durch den Tunnel in Rangsdorf. Fußgänger und Radfahrer können von derart freier Fahrt derzeit nur träumen.

Seit Februar ist der Geh- und Radweg auf der nördlichen Seite gesperrt. Schuld ist eine abgesackte Wurzelbrücke, die den Radweg so führen sollte, dass die alte Eiche nicht beschädigt wird. Seit Ende voriger Woche ist die Wurzelbrücke abgerissen. „Es gab keine Statik“, sagt Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Dies hatte die Gemeinde schon frühzeitig bemängelt. Als im Februar plötzlich das Gehwegpflaster um etwa zehn Zentimeter abgesackt ist, fühlte man sich bestätigt.

Lösung zeichnet sich ab

Mittlerweile zeichnet sich eine Lösung ab. Die Gemeinde ist formell für die Wurzelbrücke zuständig – nach langer Diskussion mit der Unteren Naturschutzbehörde war man Anfang Mai zu dem Ergebnis gekommen, dass die Rangsdorfer Baumschutzsatzung für die Eiche greift und alle weiteren Genehmigungsverfahren im Rangsdorfer Rathaus geführt werden. Die Gemeinde entschied sich kurzum für den Abriss der Metallkonstruktion. „Da die Bahn uns bis heute keine Prüfstatik vorlegen konnte, blieb uns keine andere Wahl“, sagt Bürgermeister Klaus Rocher.

Neuer Geh- und Radweg wird einfacher

Der neue Gehweg soll deutlich einfacher konstruiert sein. „Im Prinzip wird es so ähnlich wie vor dem Tunnelbau“, sagt Bürgermeister Rocher. Schon damals gab es einen aufgeschütteten Gehweg auf den Wurzeln der Eiche. Beim neuen Weg soll das Gefälle in Richtung des Baums geneigt werden. Als Abschluss des Pflasters würde ein einfaches Tiefbord gesetzt werden. Dadurch verkleinere sich auch der Absatz zum restlichen Gelände auf nur noch 15 Zentimeter. Ein Geländer wäre dann nicht mehr nötig. Um die Wurzeln der Eiche zu schonen, soll der Weg mit luftdurchlässigem Material aufgeschüttet werden. Schlitze sollen für eine zusätzliche Belüftung sorgen.

Deutsche Bahn muss umsetzen

Umsetzen muss die Ideen der Gemeinde allerdings die Deutsche Bahn, da diese den gesamten Tunnel gebaut hat. „Wir schätzen, dass der Radweg Ende Juni wieder uneingeschränkt benutzbar ist“, sagt Michael Bung, der zuständige Projektleiter bei der Deutschen Bahn. Die von der Bahn gemachten Vorschläge würden derzeit von der Gemeinde geprüft. „Wir können erst mit der Ausführung loslegen, wenn sich alle Beteiligten mit der Ausführung der neuen Variante einverstanden erklärt haben“, sagt Michael Bung. Probleme gebe es auch noch mit dem Radweg. Dort wartet die Bahn auf die Zuarbeit einer Firma für eine genehmigungsfähige Planung. Wie lange das dauert, sei derzeit noch nicht klar. Gemeinde und Bahn sind sich jedoch einig, die Brücke für den Gehweg nicht abzureißen.

Ob es angesichts des Hickhacks nicht günstiger gewesen wäre, den Baum zu fällen und neue Bäume zu pflanzen? Klaus Rocher weist das zurück. „Es ist ein sehr alter Baum, den wir erhalten wollen.“

Von Christian Zielke

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