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Ärger um Werbung an Ludwigsfelder Schule

Flyer für Schulkleidung aufgetaucht Ärger um Werbung an Ludwigsfelder Schule

Seit einiger Zeit wird an der Ludwigsfelder Gebrüder-Grimm-Schule Schulkleidung getragen. Nun sind dort Werbeflyer eines Schulkleidungs-Herstellers aufgetaucht. Lehrer sind sauer, weil an Schulen ein generelles Werbeverbot gilt. Der Flyerproduzent kann die Aufregung nicht verstehen, er wollte der Schule lediglich helfen, die Schüler weiter mit Schulkleidung zu versorgen

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Ludwigsfelde. An der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Ludwigsfelde wird zurzeit nicht nur über Lerninhalte diskutiert, sondern auch über die Schulkleidung. Dabei geht es um unerlaubte Werbung auf dem Schulgelände.

Die Kinder sind stolz auf die T-Shirts in Orange, Gelb und Rot, in Hell- oder Dunkelblau, auf Kapuzenjacken und Sweatshirts – alles bestickt mit dem Schul-Logo. Bestellt werden können die Sachen auf einer eigens für die Schule eingerichteten Internetseite.

Lieferant ist eine Berliner Firma, die auch für Hertha BSC arbeitet. Die Schulkleidung tragen die Ludwigsfelder Grimm-Schüler bei Wandertagen, bei Sponsorenläufen oder anderen Veranstaltungen in der Stadt. Daran erkennen sich die Erst- bis Sechstklässler nicht nur untereinander gut, sie fallen auch auf damit. „Die Rechte an diesem Logo liegen bei der Schule“, erklärt Thomas Arndt, der Vorsitzende der Schulkonferenz und des Schulfördervereins. Ihn stört, dass an der Schule plötzlich 300 Faltblätter auftauchten, mit denen ein Konkurrent ebenfalls für Schulkleidung werben will.

Die MAZ fragte nach und erfuhr von Schulleiterin Simone Schloßhauer: „Die Flyer hatte eine Kollegin mitgebracht. Sie liegen aber jetzt bei mir, ich habe sie nicht verteilt, weil ich das nicht darf.“ Wie es zum Druck dieser Faltblätter kam, dazu will sie sich nicht äußern. „Das klären wir intern“, sagte sie. Tatsächlich ist „sämtliche Werbung an Schulen verboten“, erklärt Ines Heider, Sachgebietsleiterin im Rathaus Ludwigsfelde. Auch Winfried Otto, Schulrat beim Staatlichen Schulamt, bestätigt: „Unter dieses Verbot fällt auch die Werbung für Schulkleidung.“ Wenn die Faltblätter nicht verteilt wurden, dann haben sich die Lehrkräfte richtig verhalten, so Winfried Otto.

In der Ludwigsfelder Firma Werbewerk versteht man die Aufregung nicht. Hier sind die umstrittenen Flyer für die Schulkleidung entstanden. Auf Nachfrage der MAZ erklärt Jan Schubert von dem in Ludwigsfelder bekannten Werbe-Unternehmen die Vorgeschichte: „Voriges Jahr hat es Lieferengpässe bei der Schulkleidung gegeben. Deshalb wurde damals über eine Lösung gesprochen.“ Eltern, Lehrer und Fördervereinsmitglieder der Schule hatten ihn gefragt, warum er die Sache nicht einfach übernehme. Also kümmerte er sich darum. Er hat selbst ein Kind in der Grundschule. Für ihn war die Aufforderung der Anlass, in seinem Geschäft eine Musterkollektion vorzubereiten und diese Faltblätter zu drucken. Doch nach der Aufregung sei die Sache vom Tisch. „Nun ist ja alles gestoppt und es wird weiter auf die Schulkleidung gewartet“, sagt Jan Schubert.

Von Jutta Abromeit

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