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AfD-Wahlkampf und Gegendemo

Ludwigsfelde AfD-Wahlkampf und Gegendemo

Die AfD hat am Montagabend auf dem Ludwigsfelder Rathausplatz eine Wahlkampfkundgebung abgehalten. Andere Parteien und Bürgergruppen protestierten mit eigenen Demonstrationen gegen die Veranstaltung.

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Gegendemoauf dem Theaterplatz von Ludwigsfelde.

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Einen Moment gab es am Montagabend in Ludwigsfelde, als Polizisten zwischen AfD-Demonstranten und Gegendemonstranten traten: Um 19.45 Uhr stellten sich Beamte in Schutzanzügen Höhe Rathaus auf die Verkehrsinsel Potsdamer Straße. So hinderten sie eine Gruppe, die stationär angemeldete Demo auf dem Theaterplatz zu verlassen und knapp 50 AfD-Wahlkämpfern und Anhängern um die stellvertretende Landesvorsitzende Birgit Bessin und AfD-Direktkandidaten René Springer (Wahlkreis 61 zur Bundestagswahl) auf den Spaziergang durchs Dichterviertel zu folgen. „Tschüss AfD“ schallte es ihnen von knapp 120 Gegendemonstranten hinterher.

René Springer

René Springer

Quelle: Jutta Abromeit

Unter dem Motto „Wir reden Klartext im Wahljahr 2017“ präsentierte sich die AfD vor dem Rathaus, Mikrofon und Scheinwerfer sollten dabei helfen. Rundherum hingen Plakate mit der Aufschrift „Nazis einen Vogel zeigen“, im erleuchteten Rathaussaal liefen Spots „I love Lu – bunt, vielfältig, weltoffen“. Die Gegendemonstration jenseits der Potsdamer Straße war von einer Privatperson aus dem Bereich Königs Wusterhausen angemeldet worden. Auf dem Rathausplatz schallte es zwischen AfD-Sätzen „Merkel muss weg“, über die Potsdamer Straße tönte es „Nazis raus“. AfD-Mann René Springer bat Interessierte näher zu treten, „eng zusammenstehen gibt Sicherheit“, meinte er. Und erklärte dann, welche drei großen Probleme er aufs Land zurollen sieht: „Deutschland wird eine Altenrepublik“, in wenigen Jahren seien Renten nicht mehr bezahlbar. Zweitens hätten die etablierten Parteien ein familienpolitisches Trümmerfeld hinterlassen, für das sie jetzt der AfD die Schuld gäben. „Wir sind die Verteidiger gegen die Zerstörung der Zukunft“, ruft Springer. Und drittens werde der digitale Kapitalismus das Leben umpflügen; immer mehr Maschinen und unermüdliche Roboter bedrohten Millionen Arbeitsplätze. Das zeigten Online-Banking und Online-Handel jetzt schon; „ohne Systemwandel wird der Staat radikal vor die Wand gefahren“.

Norbert Müller: „Dass die AfD in den Bundestag einzieht, ist kein Gesetz“

Gegenüber warb ein Bündnis aus SPD-Genossen und Flüchtlingshelfern, Linken und Flüchtlingen dafür, überall Flagge gegen die AfD zu zeigen, bei jedem Wetter. „Dass die AfD in den Bundestag einzieht, ist kein Gesetz“, so Bundestagsmitglied Norbert Müller (Linke).

Einsatzleiter für mehr als zwei Dutzend Polizisten war der Ludwigsfelder Wachenleiter Sven Wagner. „Alles ruhig geblieben, man hat sich sogar miteinander unterhalten“, sagte er.

Von Jutta Abromeit

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