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AfD wirbt für „Spaziergang“ durch Jüterbog

Kritik an Asylpolitik AfD wirbt für „Spaziergang“ durch Jüterbog

Der sogenannten „Bürgerdialog zum Asylchaos“, zu dem der AfD-Kreisverband für Freitagabend in Jüterbog geladen hatte, war erst der Anfang. In der kommenden Woche will die asylkritische Partei durch die Stadt marschieren.

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Torsten Junker, Birgit Bessin und Jean-Pascal Hohm (v.l.) .

Quelle: Josefine Sack

Jüterbog. Etwa 50 Interessenten folgten einer Einladung des AfD-Kreisverbands Teltow-Fläming, am Freitagabend im Jüterboger Gasthaus „Bergschlößchen“ ihren Unmut über die aktuelle Flüchtlingspolitik kundzutun. Dort fand der „Bürgerdialog zum Asylchaos“ statt, den AfD-Landtagsabgeordnete Birgit Bessin, der Brandenburg-Vorsitzende der Jungen Alternative, Jean-Pascal Hohm (JA), sowie der stellvertretende Schatzmeister des Kreisverbands, Torsten Junker, organisiert hatten.

Gut eineinhalb Stunden dauerte die Veranstaltung, an der auch einige Stadtverordnete teilnahmen, darunter Alexander Struck und Thomas Stugk von der Fraktion „Wir sind Jüterbog“. Zudem beteiligte sich die frühere CDU-Ortverbandsvorsitzende Jenny Günther, die im Dezember zur JA gewechselt war, an der Diskussion.

„Die AfD ist nicht gegen das Grundrecht auf Asyl“, sagte Bessin gleich zu Beginn des Diskussionsabends. Menschen, die vor Krieg flüchten, müssten untergebracht werden, so die Politikerin weiter: „Aber so, wie es im Moment läuft, ist es nicht gut für Deutschland.“ Die illegale Einreise müsse gestoppt und der Familiennachzug ausgesetzt werden, forderte sie. Auf die Frage eines Teilnehmers, wie viele Flüchtlinge sich Deutschland noch leisten könne, erwiderte Bessin: „Sie sagen ,noch’! Erst mal brauchen wir eine Bestandsaufnahme, um zu wissen, wie viele überhaupt hier sind. Dafür müssen wir die Grenzen schließen und unsere Infrastruktur überprüfen. Dann sehen wir weiter.“ Deutschland könne nicht „die ganze Welt aufnehmen“, dafür fehle die Infrastruktur. Die AfD fordere die Errichtung von Asylzentren im Nahen Osten und Nordafrika. Nach einem positiven Bescheid solle Flüchtlingen die Einreise nach Deutschland erlaubt werden.

Von den Zuhörern wollte Bessin wissen, wie die Lage in Jüterbog sei. Alexander Struck von der Fraktion „Wir sind Jüterbog“ berichtete daraufhin von einzelnen „Übergriffen“ in der jüngsten Vergangenheit. Zudem wurden Stimmen laut, wonach sich die Bürger von der Politik im Stich gelassen fühlen: „Als Bürger fühle ich mich von der Bundesregierung und Frau Merkel persönlich verarscht“, wetterte ein junger Mann. „Wir sind vor Ort“, versprach Bessin und rief dazu auf, sich am 22. Februar an dem von der AfD geplanten„Spaziergang durch Jüterbog“ zu beteiligen: „Wir können nur etwas bewegen, wenn wir auf die Straße gehen und unseren Unmut kundtun.“

Von Josefine Sack

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