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Agrargesellschaft nimmt Stall in Rohrbeck in Betrieb

Investition für 2,7 Millionen Euro Agrargesellschaft nimmt Stall in Rohrbeck in Betrieb

In Rohrbeck hat die Agrargesellschaft Oehnaland einen neuen Stall in Betrieb genommen. Gekostet hat das neue Zuhause für 500 Kühe rund 2,7 Millionen Euro. Die Firma ist eine der größten Agrargesellschaften in der Region.

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Rohrbeck. Es ist Nachmittag, Fütterungszeit. Im neuen Stall herrscht eine Art Mittagsruhe, kein Muhen und Murren ist zu hören. Die meisten Kühe haben ihr neues Zuhause begriffen und nutzen die „Betten“ aus Stroh-Kalk-Gemisch oder eine der acht „Wellness“-Bürsten. Manche Tiere sind allerdings noch in der Findungsphase und ein sensibler Rest ist im alten Zuhause gleich nebenan geblieben.

Für 500 Tiere ist im Liegeboxen-Laufstall der Oehnaland-Agrargesellschaft Platz. Die Ausstattung ist Standard und entspricht dem Stand der Technik, wie Geschäftsführer Frank Bruckbauer erklärt. Eine hohe Milchleistung und -qualität werden so garantiert. Die 2,7 Millionen Euro teure Investition muss sich lohnen.

Der neue 125 mal 37 Meter große Kuhstall bei Rohrbeck ist seit Ende 2011 geplant und ersetzt zwei alte Ställe. Gebaut wurde von Juni 2012 bis September 2013, und zwar hauptsächlich mit Firmen aus der Region.

Reihenweise stehen die Bauakten im Regal des Geschäftsführers. Sie enthalten alle Genehmigungen, auch die über die Abwasserentsorgung. Ein Pumpwerk wurde eigens dafür errichtet. Die Gülle, 27 bis 30 Kubikmeter täglich, wird in der benachbarten Biogasanlage in Strom und Wärme umgewandelt, die wiederum für die Anlagen genutzt wird. Das Landesumweltamt hat ein Auge drauf. Regenwasser fließt durch Rohre in extra angelegte Versickerungsmulden.

Zwei Drittel der Investitionssumme haben die technischen Anlagen verschlungen, dazu gehört ein modernes Melkkarussell mit 40 Plätzen. Für die Melker gibt es eine höhenverstellbare Plattform und getrennte Umkleidekabinen, derzeit arbeiten hauptsächlich Frauen im neuen Stall. Sie sorgen dafür, dass einer der beiden 15000-Liter-Tanks täglich mit 12.000 bis 13.000 Litern Milch befüllt wird. Alle zwei Tage kommt der Tankwagen des Deutsches Milchkontors. Im Jahr geben die Kühe in Rohrbeck rund 4,3 Millionen Liter Milch.

Auch wenn die Eingewöhnungsphase noch nicht abgeschlossen ist – den Kühen geht es gut in ihrem neuen Stall in Rohrbeck. Die offene Bauweise sorgt bei hohen Temperaturen für frische Luft, und im Winter schützen Planen, die wie Rollos von unten aufgezogen werden können, vor eisiger Kälte. Gülle aus den Gängen wird mit Faltschiebern ununterbrochen in Schächte geschoben.Die technischen Details sorgen nicht nur für Wohlbefinden bei den Rindern und Arbeitserleichterung bei den Beschäftigten, sondern sparen auch eine Menge Stroh. 12.000 Ballen zu je 330 bis 350 Kilogramm braucht man nicht mehr, das macht auch weniger erheblich weniger Arbeit.

Oehnaland bewirtschaftet rund 4100 Hektar, hält insgesamt 1000 Rinder. Der Stall für die Färsenaufzucht steht in Oehna. „Zwölf Kollegen arbeiten in der Milchproduktion, einschließlich Melker und Kälberpfleger“, so Frank Bruckbauer. Außerdem betreibt die Gesellschaft Schweinezucht. 680 Sauen sorgen für Nachwuchs. Das Futter, Mais und Getreide, wird auf den eigenen Feldern angebaut. Misch- und Spezialfutter werden dazugekauft.

Insgesamt beschäftigt Oehnaland 75 Mitarbeiter. Drei Lehrstellen konnten jetzt neu besetzt werden: Zwei Landwirte und ein Mechatroniker haben ihre Ausbildung begonnen. Ein weiterer Lehrling ist im nächsten Jahr fertig. „Nachwuchssorgen hatten wir glücklicherweise noch keine“, so Frank Bruckbauer.

Von Martina Burghardt

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