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Ahrensdorf lehnt Stadtetat 2018 ab

Ahrensdorf Ahrensdorf lehnt Stadtetat 2018 ab

Das Dorf sieht seine Probleme nicht berücksichtigt und will Dorfgemeinschaftshaus zurück haben.

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Jens Wylegalla

Ahrensdorf. Der Ortsteil Ahrensdorf lehnt den Haushaltsplan-Entwurf der Stadt Ludwigsfelde für das kommende Jahr ab. Das ist zwar rechtlich nicht bindend; Ortsteile können Meinungen äußern, haben jedoch kein Stimmrecht bei Entscheidungen der Stadtverordneten. In Ludwigsfelde hört der Stadtrat aber genau auf das Votum der eingemeindeten Orte.

Die Ahrensdorfer Ablehnung hat vor allem zwei Gründe: Das alte Dorfgemeinschaftshaus sollte verkauft werden, dieser Verkauf stockt und die Ahrensdorfer wissen nicht, ob ihr Bestreben, das alte Haus zurückzubekommen, Erfolg hat. Jetzt wird der Mehrzweckraum an der Feuerwehr mitgenutzt.Allerdings steigt die Einwohnerzahl von Ludwigsfelde vor allem wegen der tausenden Neubürger im Stadtteil Ludwigsdorf sprunghaft. Das Areal befindet sich nicht nur auf der Gemarkung Ahrensdorf, sondern ist auch nah am Dorf. Daher werde die Ahrensdorfer Infrastruktur mit Bäcker und Gasthof, Feuerwehr und Sporthalle, Vereinsleben und Kita deutlich mehr belastet, so der Ortsbeirat. Zum anderen, so das Gremium, haben die Handballerinnen der HSG das „Pech“, in die Landesliga aufgestiegen zu sein. Das erfordere Mehrausgaben, die der Verein nicht aufbringen kann. Und auch das Ortsteilbudget gebe eine spürbare Unterstützung nicht her, ohne andere Vereine im Ort zu vernachlässigen, erklärt der frischgewählte Ortsvorsteher Jens Wylegalla. Er schreibt der MAZ, neben der Kernstadt wachse auch Ahrensdorf mit dem Bau der Rousseau- Siedlung. „Das ist eine neue Dimension der Belastung.“

Über die Nutzung des früheren Dorfhauses entscheidet die Politik

Junge Hausbesitzerfamilien fragten: „Wo sind der nächste Bäcker, Restaurant, die Kirche, die nächste Kinder- und Jugendfreizeitstätte, Jugendfeuerwehr, Sportmöglichkeit oder Chor?“ Wo gebe es eine Ausstellung, vielleicht ein Fest? „Na klar, in Ahrensdorf. Aber die Bürger von Ahrensdorf, besonders die Vereine, befinden sich dadurch vor einer besonderen Herausforderung, auf die sie sich vorbereiten wollen“, meint der Ortsvorsteher. Wegen der angespannten Haushaltslage möchte der Ort nicht ständig Finanzbedarf im Rathaus anmelden; „sondern seine bereits sehr leistungsfähige Infrastruktur mit der Stadt sichern, und damit künftige Aufgaben planbar und kostenschonend bewältigen“, erklärt Wylegalla. Dazu benötigten die Bürger das Gemeindehaus, langfristig und schnell.

Stadtkämmerer Frank Teschner war am Dienstag bei der Ortsbeiratssitzung. Zum Ansinnen, den Verkauf des alten Dorfgemeinschaftshauses zu stoppen, erklärt er: „Der Erlös war ohnehin nicht im Etatentwurf 2018, und ich rechne nach jetzigem Verhandlungsstand auch nicht mehr mit diesem Geld.“ Ob das Haus allerdings wieder öffentlich genutzt werden kann, das, so Teschner, sei eine Entscheidung der Politik. „Und für einen Zuschuss der Handballer muss auch dieser Verein wie alle anderen in der Stadt einen Antrag an die Verwaltung stellen.“

Von Jutta Abromeit

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