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Ahrensdorfer streiten über Feuerwehrhaus

Clinch im Ludwigsfelder Ortsteil Ahrensdorfer streiten über Feuerwehrhaus

Seit Kurzem hat der Ortsbeirat ein Büro in der Wache – die Feuerwehr beansprucht den Platz jedoch für sich. Weil sich die Streithähne in dem Ludwigsfelder Ortsteil nicht einigen können, muss Bürgermeister Andreas Igel nun ein Machtwort sprechen.

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Wer darf rein, wer nicht: das Feuerwehrhaus in Ahrensdorf.

Quelle: Josefine Sack

Ahrensdorf. Eigentlich war die Sache klar: Die Feuerwehr Ahrensdorf bekommt eine neue Fahrzeughalle. Um den Anbau finanzieren zu können, sollte das alte Ortsgemeinschaftshaus im Kern des Ludwigsfelder Ortsteils verkauft werden und der Ortsbeirat mit unter das Dach der Feuerwache ziehen. So lautete die Vereinbarung. 2015 wurde der Anbau, der die Stadt Ludwigsfelde 400 000 Euro kostete, in Betrieb genommen. Seitdem streiten sich Feuerwehr und Ortsbeirat um die Nutzung des Gebäudes.

Ortsbeirats-Büro ist strittig

Konkret geht es um einen knapp 16 Quadratmeter großen Nebenraum, der vor dem Umbau als Umkleideraum für die Feuerwehrfrauen diente und jetzt als Büro vom Ortsbeirat genutzt wird. „Von einem Büro war nie die Rede“, ärgert sich Ortswehrführer Gerhard Krause. Lediglich von der Mitnutzung des Mehrzweckraumes für Versammlungen sei damals die Rede gewesen.

31 aktive Kameraden engagieren sich derzeit ehrenamtlich bei der Feuerwehr, hinzu kommen 24 Kinder und Jugendliche und 20 „Altersaktive“, rechnet Krause vor. Seit Oktober 2015 haben auf dem Gelände der Feuerwache zudem die 14 Kameraden der Hundestaffel ihren Platz. „Wir sind schon zusammengerutscht“, beklagt der Feuerwehrchef. Den vom Ortsbeirat genutzten Raum benötige er für die Jugendfeuerwehr. Derzeit zieht sich der Nachwuchs in der alten Fahrzeughalle um. Dort ist es im Winter nicht nur kalt (die Halle wird aus Kostengründen nicht beheizt), sondern auch eng, weil die Halle sonst als Lagerraum genutzt wird. Krause fordert deshalb, dass der Ortsbeirat zurück in das alte Dorfgemeinschaftshaus im Ortskern ziehen soll. Der Stadt war es seinerzeit nicht gelungen, das Objekt „zu einem adäquaten Preis“ zu verkaufen, wie Bürgermeister Andreas Igel (SPD) mitteilte. Die neue Fahrzeughalle wurde trotzdem gebaut. Das Gebäude wird seither sporadisch genutzt, aktuell steht es nicht zum Verkauf.

Lösung frühestens im Herbst

Ob das Gemeinschaftshaus wieder hergerichtet wird, damit beschäftigt sich die Stadt frühestens im Herbst, wenn es an die Haushaltsplanung für 2017 geht. „Bis dahin erwarte ich, dass Feuerwehr und Ortsbeirat im Interesse des Ortsteils aufeinander zugehen“, fordert Igel. Weil auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung keine Einigung erzielt werden konnte, will er Ende Mai mit beiden Parteien über eine temporäre Lösung unter dem Dach der Feuerwache sprechen.

Von Josefine Sack

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