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Teltow-Fläming Aktionstag: Landwirtschaft sucht Nachwuchs
Lokales Teltow-Fläming Aktionstag: Landwirtschaft sucht Nachwuchs
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16:53 30.08.2018
Annäherungsversuch: Kühe darf man auch streicheln.     Quelle: Andreas Staindl
Kemlitz

Landwirtschaft braucht Nachwuchs. Dafür wurde die brandenburgweiter Initiative „Land aktiv“ konzipiert. Sie veranstaltet seit 2011 jährlich den Forschertag „Alles im grünen Bereich“. Die achte Auflage fand am Donnerstagvormittag im Reha-Gut der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Dahmer Ortsteil Kemlitz statt.

Interesse für die Landwirtschaft bei Schülern wecken

Sechstklässler aus Golßen, Walddrehna und Dahme beteiligten sich daran. „Wir wollen die Schülerinnen und Schüler für die Landwirtschaft interessieren, ihnen Einblick in grüne Berufe geben, aber auch Perspektiven aufzeigen“, erklärte Martina Finkel, Regionalmitarbeiterin von „Land aktiv“. Das ist offenbar gelungen. „Ich habe viel Neues erfahren“, sagte Malin Neumann, „dass es so viel verschiedenes Futter für Kühe gibt, das wusste ich noch nicht. Auch die Stallhaltung der Tiere ist neu für mich.“

Melken will gelernt sein. Die Kinder durften es in Kemliltz an einer Übungskuh ausprobieren.   Quelle: Andreas Staindl

Lara Sophie Exler sah sich sogar bestätigt. „Ich liebe Tiere und will Bäuerin werden“, erzählt sie, „vielleicht eröffnete ich auch eine Tierpflegepension.“ An insgesamt zehn Stationen durften die Sechstklässler in grüne Berufe reinschnuppern. Wie wird aus Korn Brot? Wer tummelt sich alles im Wald und auf dem Feld? Können Kühe Strom erzeugen? Wie wird aus Futter Milch? Diesen und weitere Fragen sind die Teilnehmer auf den Grund gegangen – mit Erfolg. „Ich dachte immer, Kühe sind nur zum Schlachten da“, sagte Alessa-Joy Buschkowski, „dass man aus der Gülle der Tiere Strom erzeugen kann, wusste ich nicht, finde es aber interessant.“

Lob von Lehrern und Schülern

Vertreter von Betrieben, Vereinen und weitere Akteure auch aus dem Landkreis Teltow-Fläming haben den Kindern spannende Einblicke vermittelt. „Der Tag ist toll organisiert“, sagte Ingelore Rutsatz. „Ich finde ihn sehr sinnvoll, weil die Kinder viel lernen. Man spürt ihre Neugier, sie haben ja viele Fragen. Wir werden den Projekttag im Unterricht auswerten.“ Die Lehrerin begleitete die Grundschüler aus Dahme während des Forschertags. Zwei Stationen hatte sich jede Klasse zuvor ausgesucht.

„Die Kräuterspirale war super“, berichtete Sophia Müller, „es ist interessant zu hören, was man aus Kräutern so alles machen kann. Schön, dass wir einiges selbst ausprobieren durften.“

„Hmm, die Butter schmeckt aber lecker!“

Die Sechstklässler kosteten auch frische Butter und Milch und belegten sich selbst Butterbrote. „Hmm, die Butter schmeckt aber lecker“, sagte Vivien Jezierski spontan, „und auch die Milch schmeckt richtig gut.“ Für sie war es gestern „ein cooler Tag mit vielen spannenden Informationen“.

Kinder schmieren Brote mit frischer Butter.     Quelle: Andreas Staindl

Pia Görner kannte das Reha-Gut schon. „Meine Mutti arbeitet hier als Tierärztin“, erzählte sie, „das will ich später auch mal machen“. Obwohl Landwirtschaft dem Mädchen vertraut ist, war es doch erstaunt, „dass man aus Gülle Energie gewinnen kann“. Die Biogasanlage war eine der zehn Stationen. Auch den Melkstand, den Kälberstall, die Kartoffelhalle, die Obstplantage und die Werkstatt haben die Kinder besucht.

Experten beantworteten Schüler-Fragen

Überall standen Experten bereit, um die vielen Fragen zu beantworten. „Ich bin sehr froh, dass wir Gastgeber des Forschertags sein durften und dass der Landkreis Dahme-Spreewald die Busse für die Beförderung der Kinder finanziert hat“, sagte Heiko Terno, Geschäftsführer des Reha-Guts in Kemlitz, „wir brauchen Nachwuchs für die Landwirtschaft.“

Weitere Infos zum Awo-Gut in Kemlitz: http://awo-gut-kemlitz.de

Von Andreas Staindl

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