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Teltow-Fläming Aktuell auch 80 Jahre nach seinem Tod
Lokales Teltow-Fläming Aktuell auch 80 Jahre nach seinem Tod
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00:27 24.12.2015
Schauspieler Joe Fass (r..) in der Kulturscheune. Quelle: Andrea von Fournier
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Rangsdorf

Die Scheune war gut gefüllt, als Hausherr Detlef Schlüpen die Besucher und den Gast des Abends, Schauspieler Joe Fass, begrüßte. Schlüpen und Fass verbindet nicht nur das Alter: Beide Männer stammen aus dem Ruhrgebiet, haben sich bei der Gewerkschaftsarbeit kennengelernt und sind SPD-Mitstreiter. Das war auch Tucholskys politische Heimat, dennoch nahm er diese Partei gern satirisch aufs Korn. Joe Fass präsentierte bei seiner Lesung kurzweilig, amüsant und interessant Facetten eines scharfzüngigen Deutschen, der Politik und Alltag, die Menschen und ihre kleinen und großen Schwächen wie nur wenige andere analysierte, trefflich wiedergab und auf jede Situation einen Text oder Reim machen konnte.

Köstlich die Geschichte um den kleinen Tobby, der bei Tisch erst Mutter, dann Vater und schließlich die Abendgesellschaft der Eltern nervt und am Ende nachhaltig und tief spaltet, weil er wissen will, wie die Löcher in den Käse kommen. Niemand der Erwachsenen weiß es genau, niemand gibt es zu, und als das Lexikon Auskunft erteilt, hat es jeder genau so schon vorher gewusst. Joe Fass präsentiert Tucholskys Prosa und Gedichte zu Beziehungsfragen, zum Beamtentum und Personalchefs, beleuchtet den Deutschen im Ausland und als Pressemenschen der SPD. „Tucho“, der vielseitige Intellektuelle, schrieb unter mindestens vier Pseudonymen. Er hatte zu allen politischen, weltanschaulichen und alltäglichen Themen seinen Standpunkt und tat ihn kund.

Joe Fass, der in Hannover lebt, tourt mit dem Tucholsky-Programm durch ganz Deutschland. Er hielt ein Plädoyer für das Lesen im Allgemeinen und Tucholsky im Besonderen.

Von Andrea von Fournier

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