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Teltow-Fläming Akuter Lehrermangel: Eltern schlagen Alarm
Lokales Teltow-Fläming Akuter Lehrermangel: Eltern schlagen Alarm
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13:09 16.02.2016
250 Grundschüler (hier bei einem Schulfest) gibt es in Dahme. Quelle: Andreas Staindl
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Dahme

Der Grundschule in Dahme fehlen Lehrer. Lydia Lehmann schlägt Alarm. „Wir haben akuten Lehrermangel“, sagte die stellvertretende Schulleiterin jüngst im Amtsausschuss, „seit eineinhalb Jahren kämpfen wir mit zwei Langzeiterkrankten, zudem wurde eine Kollegin pensioniert.“

Dass drei Lehrerstellen offen sind, ist für die Vize-Schulleiterin ein „unhaltbarer Zustand“. Auch Schulelternsprecherin Ulrike Lock ist unzufrieden. Sie hat dem zuständigen Landesamt für Schule einen Brief geschrieben und die Sorgen der Eltern mitgeteilt. Demzufolge seien mehr als 30 Wochenstunden derzeit nicht besetzt. die individuelle Förderung der Schüler sei nicht mehr möglich. Förder-und Teilungsstunden fänden nicht statt. In einigen Klassen werden laut Ulrike Lock wichtige Stunden wie Mathematik und Englisch nur durch Vertretungslehrer abgedeckt. Bei Krankheit eines Lehrers verschärfe sich das Problem.

Die Schulelternsprecherin fordert vom Landesschulamt Unterstützung bei der zügigen Besetzung der freien Stelle. „Ich bin enttäuscht, dass das Landesamt nicht in der Lage ist, offene Stellen zeitnah und korrekt auszuschreiben. Zudem muss die Attraktivität der Lehrerstellen verbessert werden“, sagte Ulrike Lock.

Bisher konnte trotz intensiver Suche keine geeignete Lehrkraft gefunden werden, erklärt Schulrätin Ines Knopke in ihrem Antwortschreiben. Eine Interessentin aus Berlin sei wieder abgesprungen. Für Knopke ein Zeichen dafür, dass es „sehr schwierig ist, Lehrkräfte für Schulen im Berlin fernen Raum zu gewinnen“. Die Suche werde „unvermindert fortgesetzt“. So sei Kontakt zum Studienseminar in Potsdam hergestellt worden, um Lehramtskandidaten für die zweite Ausbildungsphase an der Grundschule in Dahme zu gewinnen – bisher ohne Erfolg.

Inzwischen spitzt sich die Lage weiter zu. Wie Lydia Lehmann sagt, habe das Landesamt angewiesen, die beiden fünften Klassen zusammenzulegen. 30 Schülerinnen und Schüler seien betroffen. „Das ist kein Zustand“, sagt die stellvertretende Schulleiterin. Zudem erwartet die Schule in einigen Wochen die ersten Flüchtlingskinder, die intensiver betreut werden müssten.

Lydia Lehmann hofft auf Hilfe des Schulträgers: „Vielleicht kann das Amt Dahme Anreize schaffen, damit sich Lehrer für unsere Schule entscheiden.“ Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) will sich ans Bildungsministerium wenden: „Ich habe aber wenig Hoffnung. Das Land sagt immer, alles sei in Ordnung. Ist es aber nicht. Und wir selbst können uns keine Lehrer backen.“ Quereinsteiger sind auch keine Lösung. „Nur mit ihnen sind die Probleme nicht zu stemmen“, sagt Lydia Lehmann. „Wir haben einen Bildungsnotstand“, fasste es der Landleben-Stadtverordnete Hans-Georg Nerlich zusammen.

Von Andreas Staindl

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