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Alcaro wehrt sich gegen Super-Summe

Streit um die teuerste Baugenehmigung im Kreis Teltow-Fläming Alcaro wehrt sich gegen Super-Summe

Um die teuerste Baugenehmigung im Kreis Teltow-Fläming gibt es Streit. Der Kölner Investor Alcaro veranschlagt sein ehrgeizigstes Vorhaben im GVZ Großbeeren, das Log Plaza Brandenburg, mit 80 Millionen Euro. Die Baugenehmigung dafür soll knapp eine halbe Million Euro kosten, Firmenchef Udo Büntgen-Hartmann will dagegen vorgehen.

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Udo Büntgen-Hartmann (3.v.l.) bei einer Alcaro-Grundsteinlegung. Die Firma investierte in fünf GVZ-Projekte schon 75  Millionen Euro, jetzt kommen 80 Log Plaza-Millionen dazu.
 

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren.  Eine Gebühr für die Genehmigung eines Bauvorhabens im Kreis Teltow-Fläming sorgt für Streit zwischen Investor und Behörde. Die Genehmigungssumme beträgt eine knappe halbe Million Euro. Entstehen soll im Güterverkehrszentrum (GVZ) Großbeeren das Log Plaza Brandenburg, ein exquisites Logistikzentrum mit Plaza-Charakter. Vorgesehen ist ein Bau mit 85 000 Quadratmetern Logistikfläche, 6200  Quadratmetern Büro- und Sozialfläche, acht Hallen, sieben Brandschutzwänden, 100 Toren und regional typischer Dachbepflanzung.

 „Ich kann mich an keinen höheren Genehmigungsbetrag erinnern“, sagt Norbert Jurtzik, seit Mitte der 1990er Jahre ist er Leiter der Bauaufsicht in Luckenwalde. In seine Amtszeit fielen Industrieansiedlungen wie Rolls Royce, VW, Siemens und Obeta oder Straßenbauten wie die B101 und Industrie-Umbauten wie bei Mercedes.

 Zahlen soll diese Supersumme der Kölner Großinvestor Alcaro für sein jüngstes und größtes Vorhaben im GVZ. Sein Premium-Logistikzentrum ist nach den Log Plaza Colonia und Wankelstraße (beide Nordrhein-Westfalen) das dritte Projekt dieses Konzepts. Alcaro-Invest-Geschäftsführer Udo Büntgen-Hartmann hatte trotz aller bundesweit realisierten Großbauten am 15. Dezember beim 1. Spatenstich für das hiesige Log Plaza gesagt: „Das ist die teuerste Baugenehmigung, die ich je in meinem Leben bekommen habe. Darüber müssen wir noch mal reden.“ Das hieß für ihn, die Summe in Luckenwalde zu hinterfragen. Doch die Behörde blieb dabei.

 Jurtzik sagt, die Gebühr ergebe sich aus der Baugenehmigungsordnung. Berechnet würden umbauter Raum  – die Halle umfasse mit 1,2 Millionen Kubikmetern so viel wie 1500 Einfamilienhäuser – die Gebäudeart  und die Genehmigungsart  (Vorbescheid, Sicherungsprüfung, Widerspruch oder Baugenehmigung). Jurtzik fügt hinzu, dass Alcaro noch Glück hätte, „ein paar Tage später wären es zehn Prozent mehr gewesen“.

Außerdem sei eine Baunovelle in Arbeit, die noch höhere Gebühren vorsehe. Die Firma könne jedoch Widerspruch einlegen. Dann werde die Rechtmäßigkeit des Verwaltungsakts geprüft. „Deshalb kann die Gebühr letztlich noch niedriger oder höher ausfallen“, so Jurtzik. Der Alcaro-Chef sagt im Moment nichts zu diesem Streit. Es handle sich „um ein laufendes Verfahren“.

Von Jutta Abromeit

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