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Alexander Osangs Weihnachtsgeschichten

Ludwigsfelde Alexander Osangs Weihnachtsgeschichten

Der Journalist und Autor Alexander Osang kam mit seinem neuen Buch, dem ersten Band Weihnachtsgeschichten, nach Ludwigsfelde. Dort hatte seine Frau anja Reich viel Zeit verbracht, als sie ein Buch über den Mordfall Scholl recherchierte. Deshalb wusste Osang einiges über Ludwigsfelde, wie er sagte. Jetzt war er selbst das erste Mal da. Und es gefiel ihm.

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Alexander Osang signiert in der Klubhaus-Lounge von Ludwigsfelde sein erstes Weihnachtsgeschichtenbuch.

Quelle: Foto: Abromeit

Ludwigsfelde. Seine Eltern und seine Frau leben permanent in der Angst, sich in seinen Geschichten wiederzufinden. Das ist einer dieser schnell gesprochenen Sätze des Journalisten Alexander Osang vor seinem Publikum am Montag im Klubhaus Ludwigsfelde.

Es folgen noch mehr davon. Doch drei Geschichten aus seinem ersten Weihnachtsband „Winterschwimmer“ liest er so wohldosiert, dass jedes Wort wirkt, wie es wirken soll. Jedes Wort zieht die Zuhörer mehr hinein in den Silvesterabend in einem brandenburgischen Schloss mit „Aschenputtel“ Anka Bendig, nackt und frierend in einem Müllsack; in das Pflegeheim in der Nähe des Berliner Breitscheidplatzes kurz nach dem Terroranschlag; in den Bezirk Berlin-Marzahn mit dem Kiosk von Herrn Wang und einem Bahnsprecher, der seiner Frau nichts mehr sagt.

Andrang beim Signieren seines Weihnachtsgeschichten-Erstlings „Winterschwimmer“ in  der Klubhaus-Lounge

Andrang beim Signieren seines Weihnachtsgeschichten-Erstlings „Winterschwimmer“ in der Klubhaus-Lounge. Erschienen war das Buch im Aufbau-Verlag.

Quelle: Jutta Abromeit

Osang liest, das Publikum lächelt, schweigt betroffen, kichert oder fühlt mit. Wegen solcher Sätze: „Ein Mann, der aussah und war, als habe ihn sich Ikea ausgedacht. Ingmar wäre der passendere Name für Thomas gewesen. Ingmar, der Mann, der nach anderthalb Jahren auseinanderfällt.“

Angefangen, Weihnachtsgeschichten zu schreiben, hat Osang als Redakteur bei der Berliner Zeitung vor 25 Jahren. Da fehlte im Dezember ein Text. „Für Recherchen war es zu spät“, sagt er. Also eine Geschichte. Seither folgen neue, zu Weihnachten und zu Ostern.



Und er macht den Anwesenden ein Kompliment: „Ich bin das erste Mal in Ludwigsfelde, aber es gefällt mir hier.“ Damit meint er die 80 Menschen, die ihm auf Initiative der Brunnen-Buchhandlung an einem Montagabend lauschen. Unter ihnen sind Renate und Rainer Popp mit Sohn Thomas. Die Familie kennt Osangs Texte aus der Zeitung und freute sich, ihn live zu erleben.

Von Jutta Abromeit

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