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„Alle Neune“ zum 19. Mal

Herbersdorf „Alle Neune“ zum 19. Mal

Kegeln macht Spaß, vor allem in der Gemeinschaft. Knapp 20 Jahre ist es her, dass die Gemeinde zum ersten Mal alle Kinder und Jugendlichen zur Kegelmeisterschaft einlud. Das Interesse daran ist seither ungebrochen.

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Lucas Reiche aus Welsickendorf (r.) wurde Tagessieger. Leon Melüh aus Hohenseefeld schaffte es bei den großen Jungs auf Platz 2.

Quelle: Uwe Klemens

Herbersdorf. „Julia gehört hier eigentlich schon zum Inventar“, sagte Manfred Thier und freute sich, dass die 18-Jährige aus Herbersdorf erneut beim Gemeindeausscheid im Bohlekegeln mit dabei ist. Alle Kinder und Jugendlichen der Gemeinde Niederer Fläming waren am vergangenen Sonnabend eingeladen, ihr umwerfendes Können auf der schmalen Holzbohle zu zeigen. Elf Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 18 Jahren waren gekommen.

Der Spaß ist das Wichtigste

„Es macht einfach unglaublichen Spaß, deshalb bin ich heute zum zehnten Mal mit dabei“ sagte Julia Damm, die im Grundschulalter aus Neugierde gekommen war und sich als Talent entpuppte. „Um es intensiver zu machen, zum Beispiel in einem Verein, fehlt mir aber die Zeit“, sagte die angehende Sozialassistentin, die sich schon jetzt darauf freut, später selbst einmal mit Kindern zu arbeiten.

Manchen Tipp dafür geben könnte ihr sicher auch Manfred Thier, der seit 2003 Jugendkoordinator der Gemeinde ist und sich bemüht, reihum in möglichst vielen Dörfern kleine Höhepunkte zu schaffen. „Das Bohlekegeln habe ich aber schon von meinem Vorgänger übernommen und es ist fast ein Selbstläufer“, sagte der 63-jährige Luckenwalder. Auch die Organisation des jährlichen Hegefischens an einem der Dorfteiche, von Fuß- und Volleyballturnieren und Sportfesten fallen in sein Ressort. „Alleine könnte ich das nicht stemmen und bin schon deshalb sehr froh, dass es so viele gibt, die mich dabei ehrenamtlich unterstützen oder die Turniere gleich komplett eigenständig organisieren.“

Ohne Helfer geht es nicht

Dass das Bohlekegeln seit seiner Premiere im Mai 1999, damals noch als Amtsmeisterschaft, jedes Jahr in Herbersdorf stattfindet, liegt nicht nur an der in einem alten Stallgebäude etwas versteckt eingebauten Kegelbahn, die Gastwirt und Ortsvorsteher Rainer Wäsche gerne zur Verfügung stellt, sondern auch an der Hilfsbereitschaft des Herbersdorfer Kegelklubs, der regelmäßig den Schiedsrichter stellt und dafür sorgt, dass auf der Bahn alles glatt läuft. Das Lob hierfür nahm Herbert Mahler, der diesmal die Aufsicht hatte, gerne entgegen.

Knapp zwei Stunden dauerte es, bis alle Elfe ihren Wertungsdurchgang absolviert hatten. „Alle Neune“ blieben dabei zwar die seltene Ausnahme, aber dafür herrschte an „Ratten“ kein Mangel, was dem Vergnügen keinen Abbruch tat.

127 Holz war der Tagesrekord

Mit 127 Punkten, die beim Kegeln „Holz“ heißen, erwies sich der 18-jährige Lucas Reiche aus Welsickendorf als Tagessieger, gefolgt von Julia Damm, die es auf 101 Holz brachte. Bei den kleineren Jungs hatte der Elfjährige Mark Kiefer aus Hohenahlsdorf stolze 92 Holz vorzuweisen, auf acht Punkte weniger schaffte es die Siebenjährige Eva Müller aus Herbersdorf, die bestes Mädchen wurde. Die kleine Kuschelratte aus Plüsch liegt nun beim Achtjährigen „Rattenkönig“ Nik Melüh auf dem Kopfkissen.

Von Uwe Klemens

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