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Orgel in Woltersdorf wird restauriert Alle Pfeifen auf Vordermann

Die Kirchenorgel von Woltersdorf wird derzeit restauriert. Fünf Jahre lang konnte sie nicht benutzt werden. Jetzt werden die Pfeifen und der Motor auf Vordermann gebracht.

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Orgelbaumeister Matthias Schuke baut die Orgelpfeifen in Woltersdorf aus .

Quelle: Margrit HahN (3)

Woltersdorf. Von der Orgel in der Woltersdorfer Kirche ist derzeit nicht mehr viel übrig. Die Pfeifen sind ausgebaut worden und auch der Motor wird ausgewechselt. Schon seit fünf Jahren kann auf der Orgel nicht mehr gespielt werden und auch davor wurde sie nur noch zum Weihnachtsfest genutzt. Holzwürmer hatten sich an dem alten Instrument zu schaffen gemacht. Eine Holzschutzbehandlung wurde zwar vorgenommen, doch der Motor ist so laut, dass man die Geräusche bis ins Kirchenschiff hört.

Für einen neuen Motor sowie für die Reinigung und Überholung der Orgelpfeifen fehlte der Woltersdorfer Kirchengemeinde bisher das Geld. „Unsere finanziellen Mittel waren bereits durch den Bau der Winterkirche erschöpft“, sagt Pfarrer Matthias Wolf. 25 000 bis 30 000 Euro waren nötig, um die Orgel wieder auf Vordermann zu bringen. Woltersdorfs Ortsvorsteher Markus Strube hatte dann die rettende Idee, bei der VR-Bank Fläming Stiftungsmittel zu beantragen.

Nachdem die Mittel bewilligt wurden, können die Arbeiten nun vorgenommen werden. Beauftragt wurde dafür das seit 1820 bestehende Orgelbau-Unternehmen Schuke aus Werder. Vorsichtig bauten Orgelbaumeister Matthias Schuke und Orgelbauer Klaus-Michael Schreiber in dieser Woche die 378 Orgelpfeifen aus. Jede einzelne wurde sorgfältig verpackt. Ein Teil der Pfeifen kommt in die Metallpfeifenwerkstatt, der andere in die Holzwerkstatt.

Zuerst werden die Pfeifen gereinigt. „Dass ist so, als wenn sie zu Hause saubermachen“, sagt Matthias Schuke. Nach der Bestandsaufnahme werden die schadhaften Stellen repariert. „Jede Orgel hat ihren eigenen Charakter und ist ein Unikat“, erklärt der Fachmann. Die kleinste Pfeife sei zwei Zentimeter lang, die größte 2,50 Meter, alle seien gleich wichtig.

Die Orgel wurde 1911 nach dem Bau der Kirche installiert. Die Fachleute haben auch zwei fremde Pfeifen an der Orgel entdeckt. „Die sollen nach dem Krieg gestohlen worden sein“, berichtet Pfarrer Wolf. Nicht nur die Orgelpfeifen werden generalüberholt. Auch das Gehäuse bekommt einen neuen Anstrich im ursprünglichen Rotbraun. „Dann kommen auch die Pfeifen besser zur Geltung“, sagt Wolf. Im August beginnen die Maler und Elektriker ihre Arbeit, im Oktober werden die Pfeifen wieder eingebaut.

Bis zum 31. Oktober muss alles fertig sein. Dann plant der Pfarrer einen Festgottesdienst mit der Wiedereinweihung der Orgel. Er hofft, dass bis dahin auch die Altarfenster wieder eingesetzt sind. Diese werden zurzeit in einer Berliner Glaserwerkstatt aufgearbeitet. „Die Fenster waren so desolat, dass sie bald rausgefallen wären“, sagt Mathias Wolf.

Auch die Gemeinde Nuthe-Urstromtal bezuschusst die Bauarbeiten an der Woltersdorfer Kirche. So kann der Haupteingang von der Straße aus barrierefrei hergerichtet werden.

Von Margrit Hahn

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