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Teltow-Fläming Alle suchen den Reifenstecher von Baruth
Lokales Teltow-Fläming Alle suchen den Reifenstecher von Baruth
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00:37 16.08.2015
Detlef Mehler (l.) mit dem Fernsehteam an seinem Auto. Quelle: ZDF/Burgemeister
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Baruth

Die vier zerstochenen Reifen am Auto des Baruthers Detlef Mehler und die von ihm ausgesetzten 10 000 Euro Belohnung fürs Ergreifen des Täters sorgen im Urstromtal weiter für Diskussionen. Der Rentner und Ex-Polizist erzählt, es hätten sich Männer bei ihm gemeldet, die gegen Geld Hilfe beim Suchen anbieten. „Hätte ich einen Privatdetektiv engagieren wollen, hätte ich das gemacht“, sagt er. Während eines Urlaubs vor kurzem hatte sich ein Freund das Auto geliehen. Der parkte den Renault Wind an der Hauptstraße und fand ihn morgens mit zerstochenen Reifen, beschädigtem Außenspiegel und zerkratzter Seitentür.

Mit dem Geld hofft Mehler auf Hinweise zum Täter. „Selbstjustiz lehne ich aber strikt ab“, erklärt er. Mit der Aktion wolle er ein Signal setzen. „Vielleicht fühlen sich ja andere Geschädigte, die das Geld dazu haben, auch motiviert, Prämien auszusetzen, um die überforderte Polizei zu unterstützen“, sagt er. „Dann können wir Tätern zeigen: So geht es hier nicht.“ Nach dem MAZ-Bericht sind inzwischen auch andere Medien auf den Fall aufmerksam geworden. Am Mittwoch drehte ein ZDF-Team bei Detlef Mehler.

Die MAZ-Frage nach neuen Fakten der ermittelnden Kriminalisten beantwortet Axel Schugardt, Sprecher der Polizeidirektion West: „Es werden zurzeit zwei Ermittlungsverfahren zum Verdacht der Sachbeschädigung an einem Pkw geführt.“ Das erste betreffe die Zeit von Donnerstag, dem 23. Juil, 20 Uhr, bis Freitag, den 24. Juli, 17 Uhr, in der Hauptstraße wegen der vier zerstochenen Reifen. Das zweite Verfahren betrifft die Zeit von Freitag, dem 31. Juli, 22 Uhr bis Sonnabend, den 1. August, 17.40 Uhr, und beschäftigt sich mit den anderen Beschädigungen. „Der Pkw parkte zu den Tatzeiten am Straßenrand, also in öffentlichem Verkehrsraum“, so Schugardt. Zum Ermittlungsstand könne er keine Auskunft geben, es handele sich um laufendes Verfahren.

Man bedauere das Vorkommnis, sagte die stellvertretende Baruther Bürgermeisterin Ruth Ziemer. „Das erste dieser Art im Stadtgebiet.“ Bei diesem Einzelfall bleibe es hoffentlich, sagt sie. Die Kommune unterstütze Strafverfolgungsbehörden bei der Aufklärung der Tat im Rahmen ihrer Möglichkeit, so Ziemer. „Die Ausweitung ordnungsbehördlicher Kontrollen zur Gefahrenabwehr schließen wir nicht aus.“ Dabei müsse aber der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. „Die Stadt Baruth ist definitiv kein Kriminalitätsschwerpunkt“, erklärte Ziemer.

Von Jutta Abromeit

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