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Alpakas sind absolute Anti-Stress-Tiere

Dabendorf Alpakas sind absolute Anti-Stress-Tiere

Freundlich, knuffig, flauschig: Das sind die Alpakas auf dem Dabendorfer Hof von Anita Heners und Ehemann Norbert Renardy. Nach Feierabend schauen sich die beiden die Anti-Stress-Tiere an und tanken dabei Kraft für das Tagwerk auf. Einmal im Jahr werden die Alpakas geschoren. Das Flies wird in einer Wollmühle in der Uckermark verarbeitet.

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Beschnuppern zur Begrüßung: Anita Heners und Hengst Ranga auf dem Dabendorfer Alpakahof.

Quelle: fotos: Frank Pechhold (2)

Dabendorf. Mund an Maul schauen sich Ranga und Anita Heners ganz tief in die Augen. Hengst Ranga ist der Herdenchef auf dem Dabendorfer Alpakahof von Heners und ihrem Ehemann Norbert Renardy.

„Wenn wir nach Feierabend auf der Wiese sitzen und den Tieren zuschauen, dann fällt der ganze Alltagsstress innerhalb von fünf bis zehn Minuten von uns ab“, sagt Renardy. Auf der umzäunten Weide tanken die Gärtnerei-Inhaberin und der Polizeibeamte Kraft für ihr Tagwerk auf. Alpakas haben auf beide eine absolut beruhigende Ausstrahlung. Die knuffigen Tiere erwecken mit ihrem freundlichen Aussehen immer den Eindruck, als ob sie lächeln. Ihre leisen und säuselnden Geräusche tragen zur Entspannung bei. „Manchmal klingt es so, als ob sie summen: Mhmm Mhmmm Mhmm . . .“, ahmt Heners die Alpaka-Sprache nach.

Viele Höfe und Einsteigerseminare besucht

„Dieses angenehme, ruhige Wesen hat uns fasziniert“, blickt Norbert Renardy zurück. Im Frühsommer 2013 verbrachte das Paar ein paar erholsame Tage am Gardasee in Italien. Bei einem Seilbahn-Ausflug auf den Hausberg Monte Baldo entdeckte Anita Heners ein Gehege mit Tieren, die sie bis da hin noch nicht kannte. Ein Jahr später auf der „Grünen Woche“ in Berlin sprang der Funke endgültig über. In einer Ausstellungshalle zog sie ein Stand mit wollknäueligen Alpakas magisch an. „Da war es um mich geschehen“, so Heners. Nun wollte auch sie Alpakas haben. Mit ihrem Mann recherchierte sie im Internet, besuchte mehrere Höfe und Einsteigerseminare. „In der Vorbereitungszeit haben wir zwischen 1500 und 2000 Kilometer zurückgelegt“, schätzt Renardy. Am 18. Mai 2014 durfte das Paar die ersten drei Tiere auf seinem Hof begrüßen.

Mittlerweile ist die Herde auf 22 weiße, braune, schwarze und beigefarbene Alpakas angewachsen. Mit A wie Amor, Adonis und Antares fangen die Namen aller 2015, mit B wie Bübchen, Bandit oder Baron die Namen aller 2016 geborenen Tiere an. „Dieses Jahr geht es mit C weiter“, hofft Züchterin Heners auf viel gesunden, flauschigen und netten Nachwuchs.

Hauskamele mögen Maniküre und Pediküre nicht

Die aus den südamerikanischen Anden stammenden Hauskamele werden wegen ihrer Wolle gezüchtet und einmal im Jahr geschoren. Das weiche Flies mit den dünnen, gekräuselten Fasern wird zu einer Wollmühle in die Uckermark gebracht. „Wenn die Wolle runter ist, sehen die Alpakas nur noch halb so groß aus“, weiß Anita Heners.

Wobei das ihrer Freude beim Betrachten der Anti-Stress-Alpakas keinen Abbruch tut. „Das sind ganz genügsame Tiere, die sich mit Gras, Heu und Wasser begnügen“, sagt Norbert Renardy. Allerdings müssten die Zehennägel regelmäßig geschnitten werden. Zu diesem Zweck hält er Tier für Tier fest, damit seine Frau ungefährdet zur Schere greifen kann. „Maniküre und Pediküre mögen Alpakas überhaupt nicht“, so Renardy. Da komme es schon mal vor, dass ein Tier ausschlägt und ihm einen Tritt verpasst. „Die Folge ist mehr als nur ein blauer Fleck.“

www.alpakahofdabendorf.de

Von Frank Pechhold

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