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Alpakas von Wolf gerissen? Große Sorge um die Tiere

Attacke in Berkenbrück Alpakas von Wolf gerissen? Große Sorge um die Tiere

Drei tote und zwei verletzte Alpakas auf der Bergranch in Berkenbrück (Teltow-Fläming) gehen wohl wieder auf das Konto von Wölfen. Alle Anzeichen sprechen dafür, doch erst soll der DNA-Test abgewartet werden. Ein Rissgutachter war vor Ort. Der Landwirt ist verunsichert und macht sich große Sorgen um seine Kälber und Fohlen.

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Landwirt Frank Nitzsche gibt den Alpakas, die verletzt oder mit dem Schrecken davon gekommen sind, eine extra Portion Futter.
 

Quelle: Margrit Hahn

Berkenbrück.  Drei tragende Alpakas sind tot, zwei weitere, ebenfalls tragende Tiere, sind verletzt. Landwirt Frank Nitzsche kann nicht fassen, dass seine vierbeinigen Lieblinge nicht mehr vergnügt auf der Wiese umherspringen. Es deutet alles darauf hin, dass es Wölfe waren. „Aber erst muss der DNA-Test ausgewertet sein, um dies mit Sicherheit sagen zu können“, sagt Frank Nitzsche. Der Rissgutachter war gestern vor Ort und hat alles aufgenommen und vermessen.

Landwirt Frank Nitzsche gibt den  Alpakas, die verletzt oder mit dem Schrecken davon gekommen sind, eine extra Portion Futter

Landwirt Frank Nitzsche gibt den Alpakas, die verletzt oder mit dem Schrecken davon gekommen sind, eine extra Portion Futter.

Quelle: Margrit Hahn

 Die Alpakas, die gechipt sind und einen Ausweis haben, standen auf einer eingezäunten Wiese. Der Elektrozaun sollte die Tiere vor unliebsamen Besuchern schützen. Doch es hat nichts genutzt.

Der Wolf ist zurück in Brandenburg

 1998 entschied sich Frank Nitzsche, für die Ferienkinder auf seiner Bergranch in Berkenbrück Alpakas anzuschaffen. Seitdem verging kein Tag, an dem die Tiere nicht gestreichelt und geknuddelt wurden. Oft gingen die Kinder mit ihnen spazieren; sie hatten ihnen auch Namen gegeben. Erst vor wenigen Tagen war der Landwirt mit den Vierbeinern in Kindereinrichtungen der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Die Tiere werden aufgrund ihres ruhigen und friedlichen Charakters auch in tiergestützten Therapien eingesetzt.

Für Frank Nitzsche war es gestern Morgen ein grauenhafter Anblick. Von einem Tier war so gut wie nichts mehr übrig, bei einem anderen hingen die Eingeweide heraus und das dritte war totgebissen. Zwei Alpakas wiesen Verletzungen an den Hinterläufen auf. Der Berkenbrücker ist Landwirt mit Leib und Seele. Dieser Vorfall hat ihn ziemlich verunsichert. Zumal er ja noch weitere Tiere hat. „Ich muss jetzt erst einmal sehen, was alles zu tun ist“, sagt Nitzsche.

Der Tierarzt war gestern gleich zur Stelle, um nach den verletzten Tieren zu schauen. Zudem müssen die gerissenen Tiere beseitigt werden. „Das ist ein finanzieller Schaden, der uns weh tut“, fügt Nitzsche hinzu. Aber am meisten Sorgen macht sich Frank Nitzsche um die drei Kälber, die gerade geboren wurden, sowie um die Fohlen. Bisher hat er bei seinen Ausritten nirgends einen Wolf entdecken können. Und auf seiner Bergranch gab es bislang keine Vorkommnisse. Mit dem Elektrozaun fühlte er sich relativ sicher. Doch das hat sich geändert. Kurz nachdem die toten Alpakas entdeckt worden waren, sah ein Reitschüler in der Nähe des Berkenbrücker Friedhofs einen Wolf.

Von Margrit Hahn

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