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Teltow-Fläming Als Luther auf Tetzel traf
Lokales Teltow-Fläming Als Luther auf Tetzel traf
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16:18 28.12.2017
Viele Diskussionen bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Tetzel Ablass Fegefeuer“ in Jüterbog am 8. September mit Kulturministerin Martina Münch (M.), Kurator Hartmut Kühne (l.) und dem katholischen Pater Anselm von Schadow. Quelle: Peter Degener
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Dahmeland-Fläming

Zum Reformationsjubiläumsjahr gab es diverse Veranstaltungen in der Region Dahmeland-Fläming. Neben dem Schwerpunkt Jüterbog mit der Betonung des Ablasshändlers und Luther-Widersachers Johann Tetzel gab es auch in anderen Städten und Gemeinden viele Angebot. Ein kleiner chronologischer Abriss:

Januar:

Mit Glaubenskursen und Seminaren startet der Kirchenkreis Zossen-Fläming in das Jubiläumsjahr der Reformation. Dabei geht es in Löwenbruch, Woltersdorf oder Teupitz nicht nur um Martin Luther, sondern auch um andere Reformatoren und ihre Werke.

Februar:

Im Jüterboger Kulturquartier beginnt die Reihe der Mittwochsvorträge zur Reformation. Fachleute präsentieren Abseitiges und Spezielles für ein allgemeines Publikum.

April:

Die historische Schneidewein-Tafel an der Jüterboger Luther-Eiche wird restauriert. Später stellt sich aber im Zuge der Recherche einer Potsdamer Historikerin heraus, dass es gar keinen ersten evangelischen Jüterboger Pfarrer namens Thomas Schneidewein gab. Außerdem führt eine Radtour entlang des 49 Kilometer langen Luther-Tetzel-Wegs von Jüterbog nach Wittenberg.

Kirchlich und auch gesellschaftlich drehte sich 2017 vor allem um Martin Luthers Thesenanschlag 500 Jahre zuvor. Auch in der Region Dahmeland-Fläming gab es eine Menge Beiträge zum Lutherjahr. Einen Schwerpunkt bildete Jüterbog, wo einst der Ablasshändler Johann Tetzel wirkte und Luther zu seinen Thesen provoziert haben soll. Hier ein Jubiläumsrückblick.

Mai:

Gruppen aus der ganzen Region sind auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg vertreten. Die Mittenwalder Gemeinde präsentiert „ihren“ Kirchenlieddichter Paul Gerhard. Bei den Zossenern können Besucher am „Abend der Begegnung“ am Reichstag per Fitnessrad virtuell zu 100 Kirchen des Kirchenkreises radeln.

Juni:

In der Dahmer Marienkirche eröffnet eine Ausstellung zur Reformation. Berühmter Sohn der Stadt ist Georg Buchholzer, der als Reformator und Berater des Kurfürsten Joachim II. dabei half, die Reformation in Brandenburg einst umzusetzen. In Blankenfelde führen zudem Jugendchor, Flötenconsort und Kantorin das Leben Luthers als Musical auf.

Juli:

Zu einem Besuch der vorreformatorischen Pilgerorte Nettgendorf und Golm im Fläming lädt die Kirche ein. Auch die Proben für das Open-Air-Theaterspektakel „Kohlhaas“ beginnen. Zum Reformationstag im Oktober soll das Stück unter freiem Himmel vom Theater ’89 in Jüterbog aufgeführt werden. In Mittenwalde findet „Luthers Tafelrunde“ statt, wo bei deftigem Essen lebhafte Gespräche von Luther und seinen Begleiterin inszeniert werden.

September:

Das „Mysterienspiel“ feiert in Jüterbog im Rahmen des zweitägigen Stadtfests „Tetzel kommt“ seine Premiere. Außerdem wird die hochkarätige Sonderausstellung „Tetzel-Ablass-Fegefeuer“ eröffnet. Sie beruht auf einer Historikerkonferenz und widmet sich dem von Legenden verstellten Ablassprediger Johann Tetzel, der in Jüterbog den Anstoß zur Reformation gab.

Oktober:

Der eigentliche 500. Jahrestag von Luthers Thesenanschlag wird mit zahlreichen Festgottesdiensten und Kirchentouren überall in Dahmeland-Fläming gefeiert. In Jüterbog entführt das Theater ’89 mit der Aufführung von Heinrich von Kleists „Kohlhaas“ mitten im mittelalterlichen Stadtzentrum in die Epoche der Reformation.

November:

In Ludwigsfelde eröffnet im Klubhaus eine kleine Ausstellung, die insbesondere Schülern nahebringen soll, welche Bewegung Martin Luther in Gang gesetzt hatte. In Jüterbog feiert die Sonderausstellung „Tetzel-Ablass-Fegefeuer“ Finissage. Mehr als 5000 Besucher sprengten alle Erwartungen der Stadt und der Gemeinde an die Schau.

Von Peter Degener

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