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Teltow-Fläming Alte Handwerksgeschichte zum Anfassen
Lokales Teltow-Fläming Alte Handwerksgeschichte zum Anfassen
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00:28 09.03.2018
Der Vereinsvorsitzende Burkhard Heinrich an einem Hobeltisch aus dem 19. Jahrhundert in der Ausstellung zur Handwerks- und Unternehmensgeschichte in Trebbin. Quelle: Antonia Engel
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Luckenwalde

Die Sammlung geht von Briefmarken über Glaser- und Schuhmacherhandwerkzeug bis hin zu Trockenhauben und Maurerkellen. Im Trebbiner Heimatmuseum sammelt der Heimatverein alle zurückgelassenen und in Kellern verstaubten Gegenstände, die von alteingesessenen Handwerkern von Generation zu Generation weitergegeben wurden und heute keine Bedeutung im Arbeitsleben mehr hätten.

Die 26 Mitglieder des Vereins haben all diese geschichtsträchtigen Dinge aufgehoben und präsentieren sie seit Sonntag in der Sonderausstellung zur Trebbiner Handwerks- und Unternehmensgeschichte in der Heimatstube.

Diese Trockenhaube wurde früher im Friseurhandwerk benutzt. Quelle: Antonia Engel

Die Ausstellung enthält nicht nur Handwerkszeug – man findet dort auch ein großes bronzenes Abbild von Otto von Bismarck und erfährt zugleich, dass er ein Ehrenbürger der Stadt Trebbin war.

Sein Abbild war knapp 70 Jahre lang verschollen und wurde erst 2015 in einem Trebbiner Keller aufgefunden. Vom Verein zurechtgeklopft und fein aufpoliert fällt er sofort jedem Besucher ins Auge. Neben Bismarck schmücken auch Briefköpfe und Bilder, die noch das alte Trebbin zeigen, die Wände. Bei so vielen Handwerkerstätten kommt bei den Besuchern die Frage auf, wie diese sich hier alle angesiedelt haben, schließlich ist Trebbin doch keine Großstadt.

Um das zu beantworten, muss man weit in die Geschichte Trebbins zurückgehen, sich mit der Beschaffenheit des Bodens und der Architektur der Häuser befassen, die Lebensweise der Menschen verstehen, die vor allem voneinander und miteinander lebten. Wer denkt, dass davon niemand mehr etwas weiß, wird von den Vereinsmitgliedern bei Kaffee und Kuchen und viel guter Laune vom Gegenteil überzeugt. Da wird über die gute Stube und die Hausfrauenarbeit bis hin zur Stadt-Legende Hans Clauert erzählt.

Stolz auf nachgestellte Handwerkerstätte

Ganz stolz ist der Vereinsvorsitzende Burkhardt Heinrich auf die nachgestellte Handwerkerstätte der Maurer, deren Inhalt ihm von Siegfried Karger zur Verfügung gestellt wurde. „Die Gegenstände haben vier Generationen von Maurern überlebt, mussten jetzt jedoch in den Ruhestand übergehen, da sich kein Nachfolger findet“, berichtete Burkhard Heinrich. „Die jungen Leute wollen wohl nicht mehr so schwer arbeiten“, mutmaßt er, was man auch daran sehe, dass die ansässigen Handwerksbetriebe immer weniger werden.

Grundschüler gehen auf Entdeckungsreise

Die Ausstellung wird jedoch nicht nur vom älteren Semester besucht, auch Grundschüler werden mit Aufgaben auf Entdeckungsreise geschickt. Oft kommt bei der bizarr aussehenden Trockenhaube, die im Friseurhandwerk eingesetzt wurde, die Frage, ob diese aus einem Raumschiff stammt.

Die Vereinsmitglieder erhoffen sich nicht nur, Nachfolger zu finden, wenn sie den Schülern ein Stück Geschichte vorführen. Sie wollen in dieser schnelllebigen Zeit auch etwas Heimatverbundenheit wiederherstellen. „Man sollte aus dem Alten für die Zukunft lernen“, sagte Gudrun Giller vom Heimatverein. Weil der Platz nicht reicht, wird voraussichtlich im nächsten Jahr ein zweiter Teil der Ausstellung gezeigt.

Von Antonia Engel

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