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Teltow-Fläming Alte Körnerschule wird zum Wohnhaus
Lokales Teltow-Fläming Alte Körnerschule wird zum Wohnhaus
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05:50 19.08.2016
Der Bauunternehmer und Investor Frank Wolter aus Wandlitz hat eine Million Euro in die Sanierung des Denkmals investiert. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Wo früher Schüler unterrichtet wurden, lässt es sich heute trefflich wohnen. Die Privateigentümer Michaela und Frank Wolter aus Wandlitz haben die alte Luckenwalder Körnerschule aus dem 19. Jahrhundert zu einem Wohnhaus umgebaut und dafür rund eine Million Euro investiert.

Das denkmalgeschützte Gebäude stand 14 Jahre lang leer. Nachdem die neuen Eigentümer das Haus von der Stadt ersteigert hatten, begannen sie im Frühjahr 2015 mit dem Umbau. Kein leichtes Unterfangen bei einem 150 Jahre alten, maroden Denkmal.

Die denkmalgeschützte ehemalige Körnerschule wurde restauriert und zu modernen Wohnungen umgebaut. Quelle: Elinor Wenke

„Es musste fast alles erneuert oder originalgetreu wieder hergestellt werden“, sagt Bauherr Frank Wolter. Grundrisse, Elektrik, Sanitäranlagen und Heizung wurden erneuert. Die Hälfte der Innentüren wurde nach altem Muster aufgearbeitet und mit nostalgischen Beschlägen versehen. Auch ein Teil der Dielenfußböden blieb erhalten, andere wurden durch Laminat ersetzt. Das einzige original erhaltene Rundfenster sorgt heute für Tageslicht in einer Küche.

Das Geländer im Treppenhaus wurde aus Holz wieder hergestellt, das Dach wie früher mit doppelten Biberschwänzen gedeckt. „Das ist dreimal so teuer wie ein herkömmliches Dach“, sagt Wolter. Auch die Farben der Wände und Fußböden sowie die Lampentypen wurden von der Denkmalschutzbehörde vorgeschrieben. Dennoch lobt Wolter die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, der Baugenehmigungsbehörde und den Denkmalschützern. „Sie haben uns keine Steine in den Weg gelegt und zum Beispiel den Anbau von Balkonen genehmigt“, sagt Wolter.

Hintergrund

Die Körnerschule in Luckenwalde wurde 1867 gegründet.

In der Vergangenheit diente sie als Kadettenschule, Mädchenschule und in den neunziger Jahren als Teil des Friedrich-Gymnasiums. Zuletzt war dort der Fundus des Heimatmuseums untergebracht.

Aus den zehn Klassenräumen wurden acht Zwei-Zimmer-Wohnungen (50 Quadratmeter) und zwei Drei-Zimmer-Wohnungen (80 Quadratmeter) gestaltet.

Aus jedem der zehn ehemaligen Klassenräume wurde eine Wohnung gestaltet – fünf im Erdgeschoss und fünf in der ersten Etage. „Die Erdgeschosswohnungen können mit einem Außenlift barrierefrei erreicht werden und sind komplett rollstuhlgerecht“, erklärt Frank Wolter.

Auffällig sind die 3,10 Meter hohen Wohnräume, die großen Flure und das breite Treppenhaus. „Es war eben eine Schule und die Mieter mögen die großzügige Gestaltung“, sagt Wolter. Das kann Bettina Dudzinsky bestätigen. Sie ist mit ihrem Lebenspartner Frank Dornbusch in eine Zwei-Zimmer-Wohnung gezogen. „Mir gefällt die Ruhe und der große Sechs-Meter-Balkon“, sagt sie.

Mietpreise zwischen fünf und sechs Euro pro Quadratmeter

Neun Wohnungen sind bereits vermietet, zu Preisen zwischen fünf und sechs Euro pro Quadratmeter. Im September wird der Hof gepflastert; alle Bäume bleiben erhalten. „Und wir haben die Anschrift ändern lassen, von Zinnaer Straße 39/40 auf Breitscheid-Straße 148a, denn den Eingang gibt’s jetzt nur noch hier“, sagt Frank Wolter. Er hat inzwischen in Luckenwalde schon das nächste Denkmal gekauft, um es zu sanieren.

Von Elinor Wenke

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