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Teltow-Fläming Alte Post ist Baudenkmal des Monats März
Lokales Teltow-Fläming Alte Post ist Baudenkmal des Monats März
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11:42 21.03.2017
Im Jahr 1897 wurde das Trebbiner Postamt seiner Bestimmung übergeben. Heute gilt es als Baudenkmal. Quelle: Kreisverwaltung TF
Trebbin

Die alte Post in der Trebbiner Bahnhofstraße ist das Baudenkmal des Monats März im Denkmalschutzkalender Teltow-Fläming. Wie die Denkmalschützer herausfanden, hatte die Kaiserliche Post 1896 die Baufirma Ferdinand Binge mit der Planung und Ausführung des Gebäudebaus beauftragt, der bereits ein Jahr später seiner Bestimmung übergeben wurde.

Der kompakte zweigeschossige Baukörper mit Walmdach erhebt sich über einem hohen Sockelgeschoss. Die Front wird durch Putzflächen geprägt, von denen sich die Gliederungselemente wie Faschen und Fensterrahmungen in Sichtziegeln absetzen. „Die bauzeitlichen Fenster sind fast vollständig erhalten geblieben und im Erdgeschoss mit schmiedeeisernen Gittern versehen“, heißt es in der Mitteilung der Unteren Denkmalschutzbehörde. Ebenso stamme die große Eingangstür noch aus der Bauzeit, über der in eisernen Lettern die Inschrift „Postamt“ steht.

Tor mit schmiedeeisernen Flügeln

Die Einfahrt wird mit einem Tor aus großen schmiedeeisernen Flügeln abgeschirmt. Ein eingelassenes Ziegelornament lockert die grob verputzte Schmalseite auf. Auf dem Hof steht eine kleine Remise mit zwei Stellplätzen, ein schlichter eingeschossiger Putzbau mit ziegelsichtigen Gliederungselementen.

Seine ortshistorische Bedeutung hat das Postamt laut Denkmalschutzbehörde als Zeugnis der rasanten Entwicklung Trebbins im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs Ende des 19. Jahrhunderts. Bedeutend war dafür der seit 1841 bestehende Anschluss der Stadt an die Berlin-Anhaltsche-Bahn. Es siedelten sich erste Industriebetriebe an. In diesem Zuge entstand die Vorstadt zwischen Bahnhof und Altstadt. Das ehemalige Postamt vereint somit als Zweckbau und als staatliches Bauvorhaben sachlich-strenge und repräsentative Züge.

Vize-Bürgermeisterin ist stolz

Trebbins Vize-Bürgermeisterin Ina Schulze ist stolz, dass wieder ein Trebbiner Gebäude im Denkmalkalender erscheint. „Ich kenne die Post noch als Kind, für mich waren die hohen, altehrwürdigen Räume sehr imposant“, sagte sie der MAZ. „Im Volksmund ist das Haus immer noch die Post“, fügt Ina Schulze hinzu und bedauert, dass die unteren Räume leer stehen.

Von Elinor Wenke

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