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Alter Brunnen in Baruth freigelegt

Heimatverein hat die Wasserstelle entdeckt Alter Brunnen in Baruth freigelegt

Ein verschütteter Kesselbrunnen ist am Mühlenberg in Baruth vom Heimatverein freigelegt worden. Die Mitglieder Hans Thätner, Ulrich Stegert, Dietmar Götze und Horst Wende holten den Schutt, der sich im Laufe der Jahre ansammelte, aus dem Gemäuer.

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Dietmar Götze holt Schutt nach oben. Helfer sind Hans Thätner, Horst Wende und Ulrich Stegert (v.l.).

Quelle: Andreas Staindl

Baruth. Mit einem Eimer wurden die Steine mühselig nach oben gezogen. Zwar hatten Holzbohlen unterm Brunnenrand bisher dafür gesorgt, dass die Brocken nicht bis ganz nach unten fielen, dennoch mussten einige Schichten beiseite geräumt werden.
Der Brunnen ist 40 Meter tief, wie der Vorsitzende des Heimatvereins, Horst Wende, erzählt. Wende äußerte schon vor dem Arbeitseinsatz die Vermutung, dass der Brunnen nicht komplett zugeschüttet sei. „Ich bin froh, dass sich das bestätigt hat“, meinte er anschließend erleichtert. Dass es den Brunnen überhaupt gibt, habe er von Brunnenbaumeister Wolfgang Schütze aus Baruth erfahren. Der gab ihm den Tipp. Horst Wende schätzt, dass der Brunnen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. An diesem Platz holten sich einst die Anwohner des Mühlenbergs Wasser. Mit Hilfe eines Windrads auf dem Dach des kleinen Gebäudes wurde eine Kolbenpumpe angetrieben, Wasser in ein Becken fließen ließ. Dort wurde es dann in Behältnisse geschöpft.

Laut Horst Wende ist der Brunnen vor 50 Jahren stillgelegt worden. Damals wurde er für die Versorgung überflüssig, er hatte ausgedient. Lediglich in einem benachbarten Becken wird heute noch Wasser bereit gehalten – inzwischen aber lediglich für die Brandbekämpfung. Horst Wende will den Kesselbrunnen künftig touristisch nutzen. „Solche Brunnen sind selten in unserer Region“, sagt er. Der Kesselbrunnen soll etwa einen Meter hochgemauert, mit einer Plexiglasplatte abgedeckt und dann noch mit einer Lampe ausgeleuchtet werden. Geplant ist, dass Interessierte das historische Zeitzeugnis in Absprache mit dem Heimatverein in Baruth besichtigen können.

Von Andreas Staindl

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