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Teltow-Fläming Faustereien im Haus
Lokales Teltow-Fläming Faustereien im Haus
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17:54 10.10.2018
Die Teilnehmer des Spielleiterkurses vom Landesjugendpfarramt Sachsen proben gemeinsam im Kulturzentrum „Das Haus". Quelle: foto: Isabelle Richter
Altes Lager

„Man kann sich reflektieren und sich selbst genauer beobachten – das ist hochinteressant“, berichtet Ernst-Michael Weidauer. Der Gemeindepädagoge aus Mittweida ist seit Freitag im Niedergörsdorfer Ortsteil Altes Lager zu Gast, um dort täglich innerhalb einer Arbeitsgruppe mit weiteren 14 Teilnehmern aus Sachsen und Brandenburg das selbstständige Inszenieren von Theaterstücken sowie das Anleiten von Laiendarstellern zu erlernen.

Im Kulturzentrum „Das Haus“ findet derzeit eines der letzten Module des zweijährigen Spielleiterkurses mit anschließender Abschlusspräsentation statt, bevor die Teilnehmer im November ihr Zertifikat erhalten. Sie versuchen hierzu ihre bisher erworbenen Fähigkeiten praktisch anzuwenden. In drei Blöcken widmen sie sich täglich verschiedenen Schauspielszenen, die sie am Donnerstagabend um 19.30 Uhr im „Haus“ kostenlos vor Publikum präsentieren möchten.

Verschiedene Module führen zum Ziel

Der Spielleiterkurs wird vom Evangelisch-Lutherischen Landesjugendpfarramt Sachsen bereits zum elften Mal veranstaltet. Über die Jahre 2017 und 2018 haben sich die angehenden Spielleiter an mehreren Arbeitswochenenden sämtliche handwerkliche Grundlagen für die szenische Arbeit mit Amateuren angeeignet.

Zunächst gab es für sie ausschließlich Module, die sich mit den Grundlagen des Spiels, wie der Körpersprache oder der Beobachtung beschäftigten. Später kamen für die Teilnehmer Dramaturgie- oder Sprachworkshops dazu.

Auseinandersetzung mit sich selbst

Ernst-Michael Weidauer hat in dieser Zeit schon eine Menge aus dem Kurs mitgenommen. Der 56-Jährige berichtet, ihm seien vor allem durch die Auseinandersetzung mit sich selbst viele Dinge bewusster geworden. Zudem genießt er die Zusammenarbeit mit anderen Teilnehmern aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern. „Ich möchte das, was ich an mir erlebe, an andere weitergeben“, so der Gemeindepädagoge. Sein neues Wissen möchte er künftig auch beruflich anwenden und damit Theaterstücke in seiner Gemeinde professioneller aufziehen.

Ernst-Michael Weidauer (l.) beim Proben einer Szene in seiner Gruppe. Quelle: Isabelle Richter

Auch Désirée Rudolph aus Leipzig möchte ihre dazugewonnenen Fähigkeiten als Spielleiterin später für berufliche Zwecke nutzen. Die 26-Jährige Studentin will Lehrerin werden und den Nachwuchs unter anderem fürs Theater begeistern. Während ihrer Schulzeit hatte sie selbst großen Spaß daran, auf der Bühne zu stehen. Die Anmeldung im Spielleiterkurs hat für sie deshalb auch persönliche Gründe: „Ich habe in der Schule immer super gern Theater gemacht – im Studium ist das Ganze aber ein bisschen eingeschlafen“, berichtet Désirée Rudolph. Während der verschiedenen Module des Kurses habe sie viel über ihren eigenen Körper gelernt und an Selbstbewusstsein dazugewonnen.

Immer mehr Teilnehmer wollen Kurs nachhaltig nutzen 

Einige Teilnehmer haben sogar eigene Texte verfasst. Sie werden neben Szenen von Goethes Urfaust und Faust I ebenfalls am Donnerstag vorgetragen. „Es wird ein richtiger Theaterabend“, erklärt Jörg Mihan voller Vorfreude. Neben Lars Gustav Schwenzer – welcher die Gesamtleitung des aktuellen Spielleiterkurses übernimmt – ist der 69-Jährige innerhalb des Projektes zusammen mit drei weiteren Kollegen für die künstlerische Leitung tätig. Zudem hat er den Kurs vor vielen Jahren ins Leben gerufen. Jörg Mihan beobachtet rückblickend vor allem, dass die Teilnehmer den Kurs neben dem Interesse am Theater auch immer mehr für berufliche Zwecke nutzen.

Lars Gustav Schwenzer kann das bestätigen. Der 55-jährige Referent erklärt: „Die Arbeit ist sehr nachhaltig.“ Vor vier Wochen habe er beispielsweise einen Pfarrer getroffen, der bereits im Jahr 2005 Teilnehmer war. Zu Schwenzer sagt dieser: „Wenn ich den Kurs nicht mitgemacht hätte, hätte ich nicht so viel Spaß in meinem Beruf.“

Von Isabelle Richter

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