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Teltow-Fläming Nach Fund toter Waschbären: Jetzt geht es auch noch um Sachbeschädigung
Lokales Teltow-Fläming Nach Fund toter Waschbären: Jetzt geht es auch noch um Sachbeschädigung
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00:23 18.03.2019
Mit dieser Falle wurden die Waschbären in einem Waldgebiet bei Altes Lager eingefangen. Quelle: privat
Altes Lager

Im Fall der am vergangenen Wochenende in Altes Lager tot aufgefundenen Waschbären gibt es noch immer Klärungsbedarf. Jäger Eckhard Gersonde sowie die Tierschützer fühlen sich vom jeweils anderen zu Unrecht beschuldigt. Bei der MAZ haben beide Seiten deshalb eine Erklärung abgegeben.

Er ist sich sicher: Die Tierschützer sind verantwortlich 

In dem andauernden Streit zwischen dem Jäger und den Tierschützern geht es inzwischen nicht mehr nur um die Frage, ob die Waschbären artgerecht getötet wurden, sondern auch um die Zerstörung fremden Eigentums. Der Grund: Am Sonntag hatte Eckhard Gersonde die von ihm im Waldgebiet aufgestellte Lebendfalle zerstört aufgefunden. Zudem wurde seine Wildkamera entwendet. Der Jäger erstattete Anzeige. Er ist sich sicher: Für die Tat sind die Tierschützer verantwortlich. Der Vorstand des Vereins Netzwerk Tierschutz wehrt sich dagegen: „Mit dieser Zerstörung und dem Diebstahl haben wir nichts zu tun und verbitten uns vehement diese Unterstellung. Wir verurteilen diese Tat ebenfalls.“

Die zerstörte Lebendfalle von Eckhard Gersonde aus Altes Lager. Quelle: Privat

Von der nicht artgerechten Tötung der Waschbären sind die Tierfreunde weiterhin überzeugt. Gesammelte Bilder und Videos könnten dies beweisen. Zudem hätten die Tierschützer getestet, ob der Jäger die Falle wirklich jeden Tag kontrolliert. Dies sei nicht der Fall gewesen. Somit wären die Tiere viel zu lang gefangen gewesen. Andere Jäger hätten ihnen bestätigt, dass auch die Tötung mit Schrot erkennbare Spuren an den Tieren hinterlasse. Schussverletzungen konnten die Tierschützer aber auch nach genaueren Untersuchungen der Waschbären nicht finden. Dazu kommt der mysteriöse Behälter mit dem Birkenstamm. Und auch die Lagerung der Tiere sei fraglich. „Vom Nabu erhielten wir die Informationen, dass durch das Liegenlassen der Tiere Wölfe angezogen werden“, so die Tierschützer.

Waschbärjagd sei im Sinne des Artenschutzes

Eckhard Gersonde hat dafür kein Verständnis. Laut ihm basieren die Argumente der Tierschützer auf Lügen. Der Jäger sagt, er habe die Waschbären innerhalb von acht Tagen erlegt. Dazu habe er sie zunächst in der Falle gefangen und anschließend mit Schrot erschossen. Die Falle habe er täglich kontrolliert. In der Grube seien die Tiere dann zwischengelagert worden, um sie anschließend zu vergraben.

Zum Grund der Jagd sagt Eckhard Gersonde: „In meinem zuständigen Jagdrevier wuchs die Population der Waschbären ständig. Diese brauchen mehr Futter und plündern gern auch die Nester der Singvögel. Es ist im Sinne des Artenschutzes, den Waschbärenbestand im Zaum zu halten. Sie haben so gut wie keine Feinde.“

Fortsetzen wird er die Jagd an selber Stelle nicht. Eckhard Gersonde befürchtet weitere Zerstörungen seiner jagdlichen Einrichtungen. Der 78-Jährige berichtet, dass Bürger und Kinder der Gemeinde ihn öfter nach Hilfe und Rat fragen würden, wenn es um die Rettung von Tieren geht. Ein klärendes Gespräch unter vier Augen mit den Tierschützern hätte er sich deshalb ebenso gewünscht.

Von Isabelle Richter

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