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Teltow-Fläming Altes Trebbiner Kaufhaus wird zum Wohnhaus
Lokales Teltow-Fläming Altes Trebbiner Kaufhaus wird zum Wohnhaus
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22:00 11.04.2016
Michael Koskar, Ina Schulze und René Keiper (v. l.) vor dem ehemaligen Kaufhaus, das jetzt zum Wohnhaus umgebaut werden soll. Quelle: Margrit Hahn
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Trebbin

Das Trend-Kaufhaus in Trebbin soll zum Wohnhaus umgebaut werden. Michael Koskar aus Rehagen hat das Gebäude einschließlich Grundstück gekauft, das jetzt geräumt und entkernt wird. Momentan ist eine Ludwigsfelder Architektin bei der Entwurfsplanung. Wenn alles gut läuft, könnten Ende 2017 die ersten Mieter einziehen.

Es war eher Zufall, dass der 44-Jährige, der eine Lackiererei in Rehagen betreibt, auf das seit Jahren leerstehende Objekt stieß. Seine Freundin wohnt in Trebbin. Als er sich bei seinem angehenden Schwiegervater René Keiper nach den Besitzverhältnissen erkundigte, wusste dieser als Ur-Trebbiner bestens Bescheid. Da in der Stadt Wohnungen knapp sind, überlegte Michael Koskar nicht lange, was aus dem Kaufhaus werden könnte und entschied sich, zu investieren, um alters- und behindertengerechte Wohnungen bauen zu lassen. „Wir begrüßen natürlich, dass sich jemand gefunden hat, Wohnraum zu schaffen“, sagt Vize-Bürgermeisterin Ina Schulze. Und inzwischen gibt es schon etliche Nachfragen. Es hat sich herumgesprochen, dass man schon bald ins Kaufhaus einziehen kann und dort Zwei- bis Vierraumwohnungen entstehen.

Der alte Motor für den Fahrstuhl funktioniert noch Der Lastenaufzug dient jetzt dazu, das Material zu befördern. Quelle: Margrit Hahn

Auch die Außenanlagen werden auf Vordermann gebracht

Der Fahrstuhl, in dem einst Kinderbleidung in die obere Stockwerke bugsiert wurde, funktioniert noch und kann für die Bauarbeiten genutzt werden. „Ich bin froh, dass ich von der Stadt Trebbin Unterstützung erhalte“, sagt Michael Koskar. So muss für die Futtermittelhandlung, die sich auf dem Grundstück befindet, ein neues Domizil gefunden werden, um Baufreiheit zu haben. Auch sonst ist einiges in Sachen Grundstücksfragen zu regeln, denn früher wurde manches nur mit Handschlag besiegelt. Michael Koskar versucht, solche Dinge nachbarschaftlich zu regeln. „Ich verstehe manchen Unmut, aber wenn ich hier im sechsstelligen Bereich investiere und der Kredit läuft, muss ich zusehen, dass der Bau in gut einem Jahr abgeschlossen ist“, so Koskar. Auch die Außenanlagen will er auf Vordermann bringen. Als bauausführende Firma hat er seinen Schwiegervater in spe mit dessen „Keiper Bau- und Dienstleistungs GmbH „ beauftragt.

Während es für das ehemalige Kaufhaus, in dem man zu DDR Zeite Schlange stehen musste, jahrelang keinen Interessenten gab, waren es jetzt gleich vier, die es haben wollten.

Von Margrit Hahn

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