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Teltow-Fläming Altrocker spielen Beatles und Stones in Körbitz
Lokales Teltow-Fläming Altrocker spielen Beatles und Stones in Körbitz
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09:04 03.07.2017
Zur Band gehören (v.l.n.r.) Dieter Döbrich (Sologitarre), Ralf Lüdemann (Gesang, Gitarre), Wolfgang Foermer (Drums), Axel Wolf (Keyboard) und Hartmut Urbanski (Bass, Gesang). Quelle: Iris Krüger
Körbitz

Uriger Sound tönt am Sonnabend durch Körbitz. Die Scheune, die mitten im Ort steht, bebt. Bereits nach dem zweiten Lied der Band ist die Tanzfläche belegt und es wird zu „Sommer in the City“ oder „Light my Fire“ so richtig abgerockt.

Das Besondere an diesem Abend sind jedoch nicht die Songs oder die Location, sondern die Musiker, die hier auf der Bühne stehen. Es geht um deren Durchschnittsalter, das bei etwa 70 Jahren liegt. Insgesamt fünf sind es, die sich vor Jahren zusammengefunden hatten und nun wieder gemeinsam rocken.

Englische Namen waren damals verpönt

„Alles fing an, als wir etwa Anfang 20 waren. Zu der Zeit studierten wir in Ilmenau und die meisten von uns waren schon in Studentenbands aktiv“, erzählt Ralf Lüdemann. Dann wollte man ein eigenes Ding auf die Beine stellen. „Das war 1966“, erinnert er sich. Das erste Problem war bereits die Suche nach einem Namen. „Damals war es verpönt, englische Namen zu benutzen“, erinnert sich Lüdemann. Allein schon das „The“ war nicht erlaubt. Also musste etwas anderes her. „Unser Bassist war Hobbyastronom. Er schlug vor, uns nach einem Sternbild zu benennen“, sagt Lüdemann. So wurde der Name „Eridanus“ auserkoren.

Die Stilrichtung der Musiker war schon damals klassischer Rock. „Als Coverband spielten wir nur englische Songs von den Beatles‚ den Rolling Stones oder den Kings. Also genau das, was gerade aktuell war und die Leute auf der Tanzfläche hören wollten“, so Lüdemann. Die Band hielt, wenn auch in wechselnden Besetzungen, bis 1971 durch, dann kam es zur Auflösung. „Einige von uns haben dann neue Formationen gegründet. Andere, so wie ich, haben gar keine Musik mehr gemacht“, berichtet der Gitarrist und Sänger.

Die Bandmitglieder waren in ganz Deutschland verstreut

Doch nach Jahren der Abstinenz reifte in den ehemaligen Bandmitgliedern der Wunsch, sich noch einmal zu treffen. So begann die Suche in Franken, Thüringen, Berlin und im Vogtland. „Wir waren ziemlich verstreut, doch im Sommer 2003 kam es zu einem ersten Wiedersehen“, sagt Lüdemann. Die Musik, das merkte man schnell, lag allen noch im Blut. Die Treffen sollten ihren Fortgang finden. „Zu dieser Zeit hatte ich schon das Grundstück in Körbitz. Darauf stand eine Scheune, die ideal für uns alle war!“, sagt Lüdemann. Kurzerhand verabredeten sich die fünf, um gemeinsam mit ihren Familien und Freunden dort zu feiern und natürlich Musik zu machen. „Ab 2010 haben wir die Scheune dann auch fürs Publikum geöffnet. So kamen 80 bis 100 Gäste zusammen. Im vorigen Jahr waren es sogar 120 Fans“, erzählt Lüdemann. Darunter seien auch viele vom Campingplatz, die man schon als Stammgäste bezeichnen könne.

Diesmal waren sogar Besucher aus Ilmenau und Gehren gekommen – also die Fans, mit denen alles begonnen hat. „Ich habe die Band 1967 kennengelernt. Damals bewohnte der Bassist ein Studentenzimmer im Haus meiner Großeltern“, erzählt Michael Köberich. „Natürlich sind wir dann zu seinen Auftritten gegangen. Und ich habe von ihm Gitarre spielen gelernt“, sagt der 64-Jährige. „Die Fünf sind mit Leib und Seele dabei und das überträgt sich auf die Zuhörer!“

Von Iris Krüger

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