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„Am Lok-Stadion hing mein Herz“

Jüterbog „Am Lok-Stadion hing mein Herz“

Ein Ehrenmitglied des ESV Lokomotive Jüterbog blickt zum Geburtstag auf seine langjährige Vereinsgeschichte zurück. Fritz Merkel erlebte in der Vergangenheit immer wieder Höhen und Tiefen. Doch genau das ist es auch, was ihn und seinen Verein bis heute zusammenschweißt.

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Mit Liebe dabei: Auch mit 80 denkt Fritz Merkel vom ESV Lokomotive Jüterbog noch lange nicht ans Aufhören.

Quelle: Isabelle Richter

Jüterbog. Fritz Merkel sorgt gern für Ordnung auf dem Gelände des ESV Lokomotive Jüterbog. Das Ehrenmitglied des Eisenbahnsportvereins wird heute 80 Jahre alt und bezeichnet sich selbst als „Haus- und Hofmeister“.

Seine Sportgeschichte begann schon in jungen Jahren

Seit vielen Jahren kümmert er sich mit Hingabe um kleinere Reparaturarbeiten und die Instandhaltung des Vereinsgeländes sowie um organisatorische Dinge. Denn der Sportsfreund will vor allem eins: seinen Verein aufrecht erhalten.

„Ich bin schon während der Grundschulzeit in die Betriebssportgemeinschaft Jüterbog eingetreten“, erzählt Fritz Merkel. Als der spätere Lokführer in den 1950er Jahren seine Lehre im Bahnbetriebswerk Jüterbog begann, wurde auch das Thema Sport für ihn immer wichtiger.

Der Mittelstreckenlauf als liebste Disziplin

„Damals musste der Breitensport hochgehalten werden. Dann ist man langsam so reingewachsen, denn wir mussten Sportfeste im Betrieb vorbereiten und neue Sportgeräte erfinden und bauen“, berichtet der Jubilar.

Fritz Merkels Lieblingsdisziplin war damals der Mittelstreckenlauf. „Beim Seilspringen habe ich mich allerdings schwer getan“, berichtet das Ehrenmitglied.

Das Lok-Stadion als Betriebssportstätte

Den Bau des Jüterboger Lok-Stadions in den 30er Jahren bekam er unmittelbar mit. Ursprünglich für den FC Viktoria errichtet, wurde es ab 1946 als Betriebssportstätte für den damaligen Verein BSG Lokomotive Jüterbog genutzt, der nach seiner Auflösung 1990 als Eisenbahnersportverein Lokomotive Jüterbog neu gegründet wurde.

Im Jahr 1998 erwarb der Unternehmer Arno Reich das Gelände von der Deutschen Bahn, um die Sportstätte zu erhalten. Von da an war die Stadt Pächter, kündigte den Pachtvertrag 2005 jedoch. Letzter verbliebener Nutzer der Sportstätte ist bis Ende des Jahres nur noch der Tennisverein Jüterbog.

Boxen und Kegeln sind geblieben

Der Verlust des Areals macht Fritz Merkel noch immer traurig. „Am Lok-Stadion hing mein Herz“, sagt der 80-Jährige. Umso wichtiger ist es für ihn, dass der ESV Lokomotive Jüterbog bleibt.

Boxen und Kegeln sind bis heute als Disziplinen geblieben.

Der Verein sucht nach einem neuen Vorstand

Für den derzeitigen Vorstandsvorsitzenden, Helmut Meck, wird ein Nachfolger gesucht – bisher vergeblich. Fritz Merkel hofft trotzdem auf eine positive Wendung, denn der energiegeladene Rentner möchte seine langjährige Vereinsarbeit so schnell nicht missen.

Von Isabelle Richter

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