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Teltow-Fläming Drohbrief gegen Bürgermeister und dessen Frau
Lokales Teltow-Fläming Drohbrief gegen Bürgermeister und dessen Frau
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00:26 05.03.2018
Ein Ausriss aus dem anonymen Drohbrief an Frank Broshog. Quelle: Repro: MAZ
Sperenberg

Beschimpft, beleidigt, bedroht. Das werden Frank Broshog (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Am Mellensee, und seine Ehefrau Elke in einem anonymen Brief. Gegenstand der verbalen Attacken sind Vorgänge in Sperenberg. Dabei handelt es sich um den mehrheitlich von der Gemeindevertretung unterstützten Bau des neuen Rewe-Marktes und eine von Elke Broshog privat gekaufte Immobilie.

„Wir haben beschlossen, uns jetzt öffentlich zu wehren und nicht wie bisher alles unter den Tisch zu kehren“, so Elke Broshog. „So was wie dieser Drohbrief geht gar nicht. Deshalb haben wir Anzeige bei der Polizei erstattet“, sagt Broshog.

Korruptionsvorwürfe auch gegen Sperenberger Ortsvorsteher

In der Schmähschrift wird Bürgermeister Broshog und dem Sperenberger Ortsvorsteher Lutz Lehmann (CDU) Korruption vorgeworfen. Wegen des Rewe-Markt-Neubaus werden aktuell zentral gelegene Wohnhäuser abgerissen. „Wie viel Kohle kriegen Sie und der Lehmann für die Zerstörung unseres Ortes?“ heißt es in dem Brief. „Das ist unterste Schublade“, sagt Lutz Lehmann.

Heftige Wort-Attacken gegen das Ehepaar Broshog beziehen sich auf den Grundstückskauf. Elke Broshog erwarb wie berichtet die Immobilie in der Gipsstraße 10 a aus dem Bestand der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft am Mellensee. Daraufhin warfen Gemeindevertreter der Fraktionen UWG und SPD ihrem Mann Korruption und Vorteilsnahme im Amt vor. Deshalb beantragte Bürgermeister Broshog bei Landrätin Kornelia Wehlan (Linke), ein Disziplinarverfahren gegen ihn einzuleiten. Im Verlaufe dieses Verfahrens erwiesen sich die Vorwürfe als haltlos.

Provokationen und Falschaussagen

„Seitdem erhalten wir regelmäßig Drohbriefe“, so Elke Broshog. In dem aktuellen heißt es an einer auf den Grundstückskauf bezogenen Stelle: „Sie hausen dahinten schlimmer, als es je ein Wildschwein machen würde!“ Auf dem Grundstück seien über Nacht Wasserhähne aufgedreht worden, so dass das Wasser stundenlang sprudelte. Einige Bürger stiefelten provokatorisch ständig quer über das Grundstück. Auf der Straße habe man sie schon angespuckt oder auf die Kühlerhaube ihres Autos geschlagen. Weiter kursierten viele Falschaussagen. Beispielsweise über eine aus haftungsrechtlichen Gründen bevorstehende Sperrung eines über das Grundstück führenden Weges für Kraftfahrzeuge. „Für Fußgänger, Radfahrer und Wanderer bleibt der Weg begehbar.“

Eigentlich habe sie die marode Scheune auf dem Grundstück in ein Zentrum für gesundheitliche Vorsorge umbauen wollen, so Elke Broshog. Ob sie an diesem Vorhaben festhalte, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Schließlich habe die Hetze gegen ihren Mann und sie nun Ausmaße angenommen, über die sie nicht hinwegsehen könnten. „Irgendwie habe ich die Nase voll von diesen Menschen, die dermaßen in unser Privatleben eingreifen und uns tyrannisieren.“ Inzwischen habe sie wirklich Angst. Einen Satz aus dem neuen Brief fasse sie als knallharte Drohung auf: „Sie und Ihre Alte sind und bleiben Dreck, der weg gehört.“

Von Frank Pechhold

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