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Teltow-Fläming Amphitheater für Klubhaus-Hof in Frage gestellt
Lokales Teltow-Fläming Amphitheater für Klubhaus-Hof in Frage gestellt
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05:25 07.09.2016
Die Betonbänke sind gekauft, die Toilettenhäuschen stehen. Quelle: Abromeit
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Ludwigsfelde

Ob in Ludwigsfelde das längst beschlossene Amphi-theater im Innenhof des Klubhauses tatsächlich gebaut wird, ist fraglich. Bei der Sanierung des denkmalgeschützten Hauses hatte es angesichts dieses zusätzlichen Moduls zwar heftige Diskussionen gegeben. Doch weil es Alleinstellungsmerkmal wäre, hatte eine knappe Mehrheit der Stadtverordneten letztlich für diese Besonderheit plädiert, die Ludwigsfelde vielen anderen Veranstaltungsstätten der Region voraus haben würde.

Neuer Bürgermeister hat Zweifel

Nun, mit dem neuen Bürgermeister Andreas Igel (SPD) an der Rathausspitze und der neuen Kulturchefin Stefanie Hornung, scheint sich das Blatt zu wenden. Trotz der bereits gekauften Betonbänke und Platten, die seit anderthalb Jahren im Innenhof liegen, und trotz der 153 000 Euro, die für das Theater unter freiem Himmel bereits ausgegeben worden sind. Bürgermeister Igel sagte jüngst vor den Sozialausschussmitgliedern, die Stadt lebe „im Jahr drei dieses verunkrauteten Geländes“. Die Bänke könne man auch woanders in der Stadt aufstellen. Neben dem bereits ausgegebenen Geld würden noch einmal rund 240 000 Euro anfallen, um das Projekt zu vollenden; darunter Kosten für die Umplanung mit einer anderen Firma, für ein Traversensystem zum Aufhängen von Beleuchtung und Tontechnik sowie fürs Pflastern. Sämtliche Baulose seien geschrieben und harrten der Vergabe, so Igel. Er sprach von einer Differenz von etwa 130 000 Euro, ob das vor Jahren mit knapper Mehrheit der Stadtverordneten befürwortete Projekt realisiert wird oder nicht.

Schnelle Entscheidung nötig

Soll an dem Vorhaben noch was geändert werden, müsse das bald entschieden werden. „Wenn ein Hof nur als Hof bespielt werden soll, dann ist auch das möglich.“ Martina Borgwardt (CDU/FDP) erklärte: „Ich war noch nie ein Befürworter des Amphitheaters.“ Die von Igel genannten Kosten seien noch nicht vollständig. „Wir sollten wirklich überlegen, ob wir darauf verzichten können“, so Borgwardt. Auch der sachkundige Einwohner Marcel Penquitt fand: „Das ist erschreckend, was da noch an Kosten auf uns zukommt.“ Für ihn stehe die Frage, „wie man das wieder zurückholt, was da schon passiert ist“.

Angelika Linke (Linke/Filu) hielt dagegen: „Ich war immer ein Verfechter des Amphitheaters. Sie wollte „diese geballte Ladung erst mal sacken lassen“ und plädierte dafür, in den Fraktionen über die neue Situation zu diskutieren, bevor man sich auf eine Meinung einige. Am Ende des Innenhof-Disputs bat Igel die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung: „Geben Sie mir ein Signal - wollen Sie eine Alternative?“

Von Jutta Abromeit

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