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Amtsschuss verzichtet auf Klimaschutzmanager

Dahme Amtsschuss verzichtet auf Klimaschutzmanager

Klimaschutz ist wichtig und nicht mit links zu stemmen. Das weiß man auch im Dahmer Amtsausschuss. Trotzdem wurde dort nun entschieden, die Stelle des Klimaschutzmanagers ab April 2018 nicht mehr weiterzuführen. Das Bauamt soll das übernehmen.

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Erik Berge

Quelle: Peter Degener

Dahme. Der Klimaschutz im Amt Dahme wird neu organisiert. In der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses beschlossen die derzeit drei Mitgliedskommunen Stadt Dahme, Dahmetal und Ihlow, aus dem gemeinsamen Klimaschutzmanagement mit Jüterbog und Niederer Fläming auszusteigen und auf die Umsetzung weiterer Maßnahmen aus dem Klimaschutz- und Energiekonzept zu verzichten.

Ende der geförderten Klimaschutz-Stelle

Auch der Fortführung der Stelle für das Klimaschutzmanagement erteilte der Amtsausschuss eine Absage, womit die Arbeit des gemeinsamen Klimaschutzmanagers, Erik Berge, zumindest im bisherigen Dahmer Amtsbereich, am 30. April des nächsten Jahres, endet. Seine Stelle wurde durch das Bundesumweltministerium seit Mai 2015 mit 65 Prozent gefördert. Wie es jetzt für ihn weitergeht ist offen.

Erst im September hatten sich Jüterbogs Stadtverordnete mehrheitlich für die Weiterführung des gemeinsamen Klimaschutz- und Energiekonzepts entschieden. Ob sie trotz des Dahmer Beschlusses an dieser Entscheidung festhalten, muss neu diskutiert werden, wie Stadtverordnetenvorsteher Falk Kubitza (SPD) erläutert. Da die Gemeinde Niederer Fläming zum Jahreswechsel dem Amt Dahme beitritt, müsste Jüterbog den Eigenanteil künftig allein tragen. Dieser war bisher gedrittelt worden.

Kommunen haben sich nicht untereinander beraten

Gerade die Kosten spielten bei der Dahmer Entscheidung eine wichtige Rolle. Allein für das um die Gemeinde Niederer Fläming größer gewordene Amt würden diese für die kommenden zwei Jahre bei 33 200 Euro liegen. Ob die Gemeinde Niederer Fläming – trotz der künftigen Zugehörigkeit zum Amt Dahme – am Klimaschutzmanager festhält, blieb in der Ausschusssitzung offen. Auch mit Jüterbog, so Dahmes Bauamtsleiterin Christina Denkel, habe man sich zu diesem Thema noch nicht verständigt.

Sie selbst hatte dem Ausschuss vorgeschlagen, der Fortführung der Maßnahme nicht zuzustimmen. Stattdessen sollen die Aufgaben des Klimaschutzmanagers von Mitarbeitern der Verwaltung übernommen werden. „Wir können den Klimaschutz auch ohne Klimaschutzmanager umsetzen“, sagte Denkel. „Klimaschutz ist schon wichtig. Wir müssen uns damit befassen, um den nächsten Generationen etwas Vernünftiges zu hinterlassen“, ergänzte Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) und schlug vor, den Klimaschutz im Bauamt einzugliedern.

Bürgermeister: „Klimaschutzkonzept hat nichts gebracht“

André Weigt (Dahmer Umland) hatte Zweifel: „Klimaschutz ist auch Fleißarbeit und mit hohem Aufwand verbunden. Ich weiß nicht, wie die Verwaltung das leisten will.“ Er vermutete, dass die Entscheidung gegen das Klimaschutzmanagement „vielleicht an der Person des Managers liegt“. Manfred Hartfelder (CDU) befeuerte diese Vermutung. „Das Klimaschutz- und Energiekonzept hat meiner Gemeinde nichts gebracht“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Dahmetal, der mit den Zahlen, mit denen Einsparungen durch die Arbeit des Managers nachgewiesen wurden, nichts anfangen kann. Christina Denkel hatte das Zahlenwerk während der Sitzung präsentiert.

Werner Schröder (Ihlow) sieht das nicht als Beweis einer sinnvollen Arbeit von Erik Berge: „Diese Zahlen hätten wir auch ohne einen Klimaschutzmanager gehabt.“

Ganz so sieht es die Bauamtschefin nicht: „Der Manager hat das Zahlenwerk initiiert und angeregt.“ Zu den Klimaschutzprojekten gehört beispielsweise die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf Leuchtdioden (LED). Etwa 32 Prozent der Lampen im Amt Dahme sind laut der Bauamtschefin schon umgerüstet, was zu Einsparungen geführt habe. Der Klimaschutz im Amt Dahme soll weitergeführt werden. „Wir haben genug fähige Leute in unserer Verwaltung und sind mit Mitarbeitern der Gemeinde Niederer Fläming künftig auch personell gut aufgestellt“, ist sich Frank Pätzig sicher.

Von Andreas Staindl und Uwe Klemens

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