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An Heiligabend bleiben fast alle Geschäfte zu

Ludwigsfelde An Heiligabend bleiben fast alle Geschäfte zu

Wer Heiligabend noch nicht alle Geschenke für seine Liebsten beisammen hat, der hat Pech. Weil der Tag vor Weihnachten in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, bleiben fast alle Geschäfte rund um Ludwigsfelde geschlossen. Einkäufe in letzter Minute sind deshalb kaum möglich. Das ist das Ergebnis einer MAZ-Umfrage unter Einzelhändlern.

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Auch die Geschäfte im Südring-Center Rangsdorf haben Heiligabend geschlossen.

Quelle: fotos: christian Zielke (2), frank pechhold (2)

Ludwigsfelde. Geschenke vergessen? Getränke fast alle? Weihnachtsbaumständer zu klein? Gewöhnlich sind solche Einkäufe in letzter Minute auch Heiligabend möglich. Aber dieses Jahr fällt der 24. Dezember auf einen Sonntag. Geschlossen oder geöffnet? Diese Frage stellte die MAZ gestern Einzelhändlern in der Region.

Im Südring-Center Rangsdorf stehen die Kunden Heiligabend vor verschlossenen Türen. Der Real-Markt, der als einziger drei Stunden lang Lebensmittel verkaufen dürfte, hat sich gegen die Öffnung entschieden. „Wirtschaftlich würde das auch keinen Sinn ergeben“, sagt Center-Manager Torsten Bergholz. Hätte sich Real dafür entschieden aufzumachen, hätte er Haustechniker und Reinigungskräfte beschäftigen müssen – drei Stunden lang für ein Geschäft. „Nach dem anstrengenden Weihnachtsgeschäft haben sich die Angestellten Ruhe und Zeit mit ihren Familien verdient“, so Torsten Bergholz. Hätte er gemusst, würde er Heiligabend arbeiten. Aber er ist froh darüber, dass sich alle im Südring-Center gegen eine Öffnung entschieden haben.

Evelyn Weinhold: „Der Heiligabend gehört der Familie“

Evelyn Weinhold, Inhaberin des Schreib- und Leselandes in Mahlow, öffnet am dritten Adventssonntag von 15 bis 18 Uhr ihre Ladentür öffnen. Davor findet der Weihnachtsmarkt statt. Spätentschlossene haben am 23. Dezember bis 13 Uhr die Möglichkeit, Geschenke zu kaufen. „Dann ist aber auch irgendwann gut. Der Heiligabend gehört der Familie“, sagt Weinhold.

Der Mellenseer Lutz Ringpfeil ist in seiner Teichfischerei Heiligabend bis Mittag für die Kunden da. „Wir versorgen all jene Leute, die Weihnachten traditionell gerne ganz frischen Karpfen essen möchten. Auch wenn Heiligabend diesmal auf einen Sonntag fällt.“ Dass so eine Sonderöffnung für andere Einzelhändler Sinn macht, glaube er nicht.

Nico Kleist: „Das muss ich meinen Mitarbeiterinnen nicht antun“

„Heiligabend mache ich nicht auf. Das muss ich meinen Mitarbeiterinnen nicht antun“, sagt Nico Kleist, Inhaber des NP-Marktes in Mellensee.

„Der Markt ist zu. Aber unser Café hat von sieben bis zwölf Uhr geöffnet, damit die Leute auch Heiligabend frisches Brot und Schrippen kaufen können“, so Daniela Dörpmund, Mitinhaberin des Edeka-Marktes in Klausdorf.

Kaufland in Ludwigsfelde bietet langen Samstag an

„Wir haben Samstag ganz normal geöffnet und Heiligabend zu“, so Tim Hoffmann, Leiter des Rewe-Marktes in Sperenberg. Er kenne auch keinen anderen Rewe-Markt, der an diesem Tag offen hat.

Kaufland in Ludwigsfelde bleibt Heiligabend geschlossen. Dafür ist am 23. Dezember bis 23.30 Uhr geöffnet. „Keine Auskunft zu den Öffnungszeiten“ hieß es auf Anfrage bei Edeka-Specht in Ludwigsfelde.

Jana Prescher: „Diesen Tag werde ich einfach genießen“

„Ich finde es total schön, dass diesmal fast alle Mitarbeiter im Einzelhandel Heiligabend frei haben“, freut sich Jana Prescher, Inhaberin der Buchhandlung „Geschwister Scholl“ in Zossen. Das sei schon etwas ganz besonderes. „Deshalb werde ich diesen Tag einfach mal genießen.“

Von Christian Zielke und Frank Pechhold

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