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Teltow-Fläming Andreas Igel ist Manager und Familienmensch
Lokales Teltow-Fläming Andreas Igel ist Manager und Familienmensch
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00:18 08.09.2015
Andreas Igel (3.v.r.) hört im VW-Verteilzentrum Niederlassungsleiter Andreas Klemm (l.) zu.  Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

 Er ist unaufdringlich, aber energisch. Er ist Manager, empfindsam und Familienmensch. Und von den vier Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 20.  September in Ludwigsfelde ist er der bisher bekannteste: SPD-Mann Andreas Igel (SPD). Die MAZ hat ihn, wie die anderen drei Bürgermeisterkandidaten, an einem Wahlkampftag begleitet.

Igel ist nicht nur bekannt, weil er zur dominierenden Partei in der Stadt gehört. Vor allem ist er es, weil er seit 25 Jahren ehrenamtlich politisch aktiv ist – zurzeit als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung und Kreistagsabgeordneter. Und er galt schon einmal als Bürgermeister-Kandidat, als damals Frank Gerhard, der im März so plötzlich verstorbene Parteikollege und Bürgermeister, 2013 als Landrat kandidiert hatte.

Biografisches

Der 45 Jahre alte Andreas Igel lebt mit seiner Frau und drei Kindern (fünf, 15, 19 Jahre) in Ludwigsfelde. Der IT-Manager arbeitet im Mercedes-Werk.

 
SPD-Mitglied ist Igel seit 1990. Im selben Jahr wurde er in die Stadtverordnetenversammlung gewählt und seither stets wiedergewählt. Unterbrochen ist seine Zeit als ehrenamtlicher Volksvertreter lediglich von drei Jahren während eines Fernstudiums.

 
Seit Oktober 2008 ist Igel Vorsitzender des Ludwigsfelder Stadtrats, außerdem ist er Kreistagsmitglied.

 Die Personalie Igel überraschte daher kaum, als die SPD ihren Kandidaten bekanntgab. Sein Wahlkampf erfährt an diesem Tag prominente Hilfe. Landtags- Fraktionschef Klaus Ness und der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Helmuth Barthel sind auf Sommertour, die nutzen sie zur Schützenhilfe für ihren Mann. Zum Auftakt Besuch in der Kita „Regenbogen“: Zu den Kleinen findet Igel bei der Stippvisite schnell einen Draht  – als Vater dreier Kinder kennt er das kleine Geheimnis: hinhocken, auf Augenhöhe reden. Zum Beispiel über Papierflugzeuge. Von Nicole Böttner und Bettina Küter, dem Führungsduo der Kita, will Igel wissen: „Klappt das mit dem Englisch?“ Na klar, so die Frauen, es gehe ja nicht ums perfekte Sprechen, die Kinder sollen lernen, dass es auch fremde Sprachen gibt. In der Integrationskita gibt es ohnehin viele Arten, anders zu sein.

„Haben Sie Personal-Abwanderung nach Berlin? Brauchen Sie Unterstützung mit Fahrzeugen oder Technik?“, fragt Igel. Zweimal „Ja!“. Dann der nächste Termin: VW-Verteilzentrum im Preußenpark. Auch dort nimmt der Chef, Niederlassungsleiter Andreas Klemm, kein Blatt vor den Mund, spricht von Fachkräftemangel und Produktionsbedingungen. Igel fragt nach Mobilität und öffentlichem Nahverkehr, doch hauptsächlich notiert er.

Dann Waldhaus, das Sozialzentrum im Ort. Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer warten. Was sie leisten, geht ohne Hilfe nicht mehr lange. Igel weiß es. Sagt: „Ganz laut Dankeschön an Sie alle!“ Und er fragt, was die Helfer von Lokalpolitik erwarten. Er hört: Gespendete Dinge sollten einen Mini-Preis haben, den zahlten Flüchtlinge gern. Igel nimmt mit: Es muss im Rathaus einen permanenten Ansprechpartner geben, auch wenn die Stadt eine lange Erfahrung bei der Aufnahme von Menschen aus anderen Ländern hat. Igel nimmt mit: Raum für Kleiderkammer und andere Spenden finden, Instrumente für den Arbeitsmarkt abklopfen.

Von den vier Bürgermeister-Kandidaten ist Andreas Igel wahrscheinlich auch derjenige, der am schnellsten sprechen kann. Hört man genau hin, schafft er es, „Stadtverordnetenversammlung“ in einer Silbe zu sagen.

Von Jutta Abromeit

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